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21.05.2012

17:58 Uhr

Kapitalanforderungen

JP Morgan setzt Aktienrückkäufe aus

Nach den Milliarden-Spekulationsverlusten muss JP Morgan sparen. Die US-Großbank stoppt daher ihre Aktienrückkäufe, um die Mindest-Kapitalanforderungen nach Basel III sicher zu erfüllen.

JP Morgan setzt die Aktienrückkäufe aus. AFP

JP Morgan setzt die Aktienrückkäufe aus.

New YorkDie von dem milliardenschweren Spekulationsverlust geschwächte US-Großbank JP Morgan setzt ihre Aktienrückkäufe aus. Durch diesen Schritt wolle man sicherstellen, dass man die Mindest-Kapitalanforderungen unter Basel III erfüllen könne, kündigte JP Morgan-Chef Jamie Dimon am Montag an.

An der geplanten Dividendenausschüttung werde festgehalten. Die Investmentbank hatte von der US-Notenbank die Erlaubnis erhalten, in diesem Jahr Aktien im Wert von zwölf Milliarden Dollar und weiteren drei Milliarden Dollar im kommenden Jahr zurückzukaufen.

Am 10. Mai hatte das Finanzinstitut bekanntgegeben, fast zwei Milliarden Dollar bei Geschäften mit Kreditderivaten verloren zu haben. Seither ist der Marktwert des Wall-Street-Schwergewichts um fast 30 Milliarden Dollar geschrumpft.

Aktien von JPMorgan gaben am Montag in einem freundlichen Marktumfeld weitere 1,7 Prozent nach.

So lief das erste Quartal bei JP Morgan

Starker Jahresauftakt

Die US-Großbank JP Morgan hat mit einem überraschend starken Jahresauftakt Hoffnung auf ein Ende der Krise in der gebeutelten Finanzbranche geweckt.

5,4 Milliarden Dollar Nettogewinn

Für das erste Quartal präsentierte das Institut einen Nettogewinn von 5,4 Milliarden Dollar. Das lag zwar drei Prozent unter dem außergewöhnlich starken Vorjahresquartal, war aber mehr, als Experten von der Bank erwartet hatten.

Investmentbanking

Vor allem das Investmentbanking, das Ende 2011 wegen der Euro-Schuldenkrise vielerorts zum Erliegen gekommen war, zog wieder an, wie JP-Morgan-Chef Jamie Dimon erklärte.

Privatkundengeschäft

Im Privatkundengeschäft belebte sich zudem die Kreditnachfrage weiter - Anzeichen dafür, dass der Konjunkturaufschwung in der weltgrößten Volkswirtschaft anhält. Die Konzern-Einnahmen kletterten im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 27,4 Milliarden Dollar

Von

rtr

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