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31.03.2006

10:20 Uhr

Kapitalerhöhung

Raiffeisen International legt zu

Die seit April vorigen Jahres an der Wiener Börse notierte österreichische Bank Raiffeisen International (RI) hat 2005 einen Gewinnsprung erzielt. Das Ergebnis liegt über den Erwartungen der Analysten. Der Kurs der Aktie stieg am Donnerstag um mehr als fünf Prozent.

HB WIEN. Die seit April vorigen Jahres an der Wiener Börse notierte österreichische Bank Raiffeisen International (RI) hat 2005 einen Gewinnsprung erzielt. Die auf das Osteuropageschäft spezialisierte Tochter der Raiffeisengruppe, die im vergangenen Jahr die ukrainische Bank Aval kaufte, steigerte ihren Überschuss nach Steuern um 83 Prozent auf 382 Mill. Euro. Die Bilanzsumme legte um 41 Prozent auf knapp 41 Mrd. Euro zu, wobei mehr als zwei Drittel davon aus organischem Wachstum und nicht aus Zukäufen stammen. Aktionäre sollen eine Dividende von 45 Cent pro Aktie erhalten.

Das Ergebnis liegt über den Erwartungen der Analysten. Der Kurs der Aktie stieg gestern zeitweise um mehr als fünf Prozent. Die Raiffeisengruppe hält seit dem Börsengang 70 Prozent der RI-Aktien. Auch für das laufende Jahr hat sich RI-Chef Herbert Stepic ein „deutliches zweistelliges Gewinnwachstum“ vorgenommen. In der Ukraine und in Russland erwartet er „ein starkes Ergebniswachstum“, wenn die Akquisitionskosten verdaut sind. Allein die Bank Aval bringt den Österreichern rund 3,3 Mill. neue Kunden. Das vergangene Jahr war für Stepic „nicht nur das ereignisreichste, sondern auch das erfolgreichste in der Geschichte der Raiffeisen International“. Sie habe den größten Börsengang Österreichs hingelegt und mit der Bank Aval die größte Akquisition in der Geschichte des Konzerns abgeschlossen. Und die Bank habe den größten Gewinnzuwachs geschafft.

Im Februar 2006 wurde die Übernahme der russischen Impexbank bekannt gegeben. Das Geschäft soll bis Mitte Mai abgeschlossen sein. Um die weitere Expansion zu bezahlen, planen die Österreicher, voraussichtlich im nächsten Jahr ihr Kapital zu erhöhen. Dabei wollen sie sich nach Aussage von Finanzvorstand Martin Güll „nicht mit 300 oder 400 Mill. Euro zufrieden geben“. Größere Zukäufe seien allerdings nicht konkret geplant. Stepic sprach von „Begradigungszukäufen“.

Südosteuropa und das Gebiet der GUS-Staaten tragen heute rund 60 Prozent zum Vorsteuergewinn der RI bei. Die Gruppe belegt damit unter den österreichischen Banken, die sich mit Ausnahme der Gewerkschaftsbank Bawag auf Osteuropa spezialisiert haben, einen Spitzenplatz. oli

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