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30.01.2011

16:06 Uhr

Kapitalregeln

Deutsche-Bank-Chef nimmt sich die Schweiz zur Brust

Die Schweiz plant, dass Banken deutlich mehr Eigenmittel vorhalten müssen als in den internationalen Basel-III-Regeln vorgesehen – sehr zum Ärger der betroffenen Institute. Entsprechend deutlich äußerte Deutsche-Bank-Chef Ackermann seine Unzufriedenheit.

Verärgert: Josef Ackermann. Quelle: Bernd Roselieb

Verärgert: Josef Ackermann.

HB FRANKFURT. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat die geplanten hohen Kapitalanforderungen an Schweizer Banken als zu streng kritisiert. „Ich bin der Meinung, dass sich die Schweiz mit diesen Anforderungen zu stark von den globalen Empfehlungen abkoppelt und damit andere Länder unter Druck setzt“, sagte Ackermann der Schweizer Zeitung „Der Sonntag“ in einem online veröffentlichten Interview.

Es sei ein generelles Problem, das verschiedene Länder mit sehr unterschiedlichen Regulierungsvorstößen auf die Finanzkrise reagierten, sagte Ackermann. „Das führt zu einer Fragmentierung, die nicht sehr produktiv ist. Denn in einem globalen Geschäft braucht es auch globale Regeln.“

Die Schweiz plant, dass Banken deutlich mehr Eigenmittel vorhalten müssen als in den internationalen Basel-III-Regeln vorgesehen. Damit soll verhindert werden, dass der Staat erneut einer der Großbanken - UBS oder Credit Suisse - unter die Arme greifen muss, weil ein Zusammenbruch das ganze Land in Mitleidenschaft ziehen würde. In der Finanzkrise war die UBS beinahe kollabiert.

Kommentare (7)

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Otto

30.01.2011, 18:12 Uhr

bravo Schweiz, weiter so. Vielleicht kapiert Deutschland das auch bald.

Fabian

30.01.2011, 19:16 Uhr

Die ganze EU wäre besser ;)

Morchel

30.01.2011, 21:16 Uhr

Hop, Hop, Scweiz. ihr werdet kritisiert also alles richtig gemacht.

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