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20.01.2004

07:59 Uhr

Karl Samstag muss nach nur zehn Monaten wieder gehen – Nachfolge noch offen

Hypo-Vereinsbank trennt sich vom Chef der Bank Austria

VonCaspar Busse (Handelsblatt)

Turbulenzen in Wien: Nur zehn Monate nach seinem Amtsantritt muss Karl Samstag, der Chef der Bank Austria-Creditanstalt (BA), wieder gehen.

MÜNCHEN. Bis spätestens Februar soll ein Nachfolger für die Österreich-Tochter der Hypo-Vereinsbank (HVB) gefunden werden, hieß es gestern in Wien. Als Favorit gilt BA-Vorstandsmitglied Erich Hampel (52). Offenbar wird aber auch mit externen Kandidaten verhandelt. Der Abgang Samstags kommt überraschend, denn der Vertrag des 59-jährigen wäre noch bis 2005 gelaufen.

Samstag rückte erst im April 2003 an die Spitze der größten Bank Österreichs, nachdem der langjährige BA-Chef Gerhard Randa nach München gegangen war. Der gebürtige Wiener, der seit 39 Jahren bei der Bank ist und seit zwölf Jahren im Vorstand sitzt, brachte im Auftrag des Münchener Konzerns die BA im Sommer 2003 erfolgreich zurück an die Börse. Rund eine Mrd. Euro wurden dadurch in die Konzernkassen gespült. Samstag und Randa, der heute auch Aufsichtsratschef der BA ist, galten bisher als Vertraute.

Das Klima zwischen München und Wien hatte zuletzt aber arg gelitten. HVB-Chef Dieter Rampl kritisierte in der vergangenen Woche ungewöhnlich offen, dass die Wiener hinter seinem Rücken über einen Verkauf der österreichischen Schoeller-Bank verhandelten, und stoppte das Projekt kurzer Hand. „Die Entscheidungen fallen in München“, stellte Rampl klar.

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