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31.01.2005

09:27 Uhr

Kassow soll Vermögensverwaltung voranbringen

Commerzbank baut erneut Vorstand um

Die Commerzbank baut ihre Führungsriege erneut um. Der erst im November berufene Privatkundenvorstand Achim Kassow übernimmt ab April zusätzlich die Vermögensverwaltung (Asset Management).

pot FRANKFURT/M. Die Bündelung beider Bereiche unter einem Hut begründete das Institut damit, dass private Anleger immer stärker Asset-Management-Dienstleistungen wie Fonds und individuelle Vermögensberatung wünschten. Bisher war Klaus Patig für das Asset Management zuständig. Er kümmert sich künftig nur noch um die Geschäfte mit internationalen Banken.

Das Asset Management galt lange Zeit als größtes Sorgenkind im Konzern neben dem Investment-Banking. Nach Verlusten in den Jahren 2001 und 2002 wurde sogar über einen Verkauf spekuliert. Davon ist heute aber keine Rede mehr. Allerdings hat sich die Bank von Auslandstöchtern unter anderem in den USA und Italien getrennt und musste zudem hohe Abschreibungen auf die britische Tochter Jupiter vornehmen. Mittlerweile ist der Bereich wieder besser in Form. In den ersten neun Monaten 2004 wuchs der operative Gewinn um 73 Prozent auf 126 Mill. Euro.

Gerüchte über einen Wechsel im Asset Management zirkulierten bereits seit einiger Zeit. Patig ist 61. Analysten erwarten aber keine fundamentale Neuausrichtung. „Größere strategische Implikationen sehe ich nicht“, sagte Johannes Thormann von der WestLB. Sehr wohl aber könnte der 38jährige Kassow „mehr Schwung“ in die Sparte bringen, sagte ein Analyst einer anderen Bank. Konrad Becker, Analyst bei Merck Finck &Co, rechnet mit einer engeren Verzahnung von Asset Management und Privatkundengeschäft. Dies könne dazu beitragen, dass die Fondstochter Cominvest besser auf die Wünsche der privaten Kunden reagiere als bisher.

Cominvest hat derzeit in der Branche einen schweren Stand. Im vergangenen Jahr zogen die Kunden 2,6 Mrd. Euro ab – das war der größte Abfluss aller deutschen Fondsgesellschaften. Ein Grund dafür ist, dass die Commerzbank im Zuge der so genannten offenen Architektur in ihren Filialen konsequenter als andere Großbanken außer den Cominvest-Produkten (Marke: Adig) auch Fonds von konzernfremden Anbietern verkauft.

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