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23.05.2014

16:51 Uhr

Keine Berufung

Apobank gibt gegen Ex-Vorstände auf

66 Millionen Euro wollte die Deutsche Apotheker- und Ärzte-Bank von fünf Ex-Managern einklagen. Doch nun gibt das Geldhaus auf: Ein Gericht hatte die Klage abgewiesen, eine Revision wird es nicht geben.

Die Apobank hatte 2009 nach Abschreibungen auf riskante Wertpapiere mit 283 Millionen Euro den ersten Verlust der mehr als 100-jährigen Firmengeschichte geschrieben. PR

Die Apobank hatte 2009 nach Abschreibungen auf riskante Wertpapiere mit 283 Millionen Euro den ersten Verlust der mehr als 100-jährigen Firmengeschichte geschrieben.

FrankfurtDie ehemaligen Vorstände der Deutschen Apotheker- und Ärzte-Bank (Apobank) müssen sich nicht mehr wegen ihres Geschäftsgebarens vor Gericht verantworten. Der Aufsichtsrat der Apobank beschloss am Freitag, nicht gegen das Urteil des Landgerichts Düsseldorf in Berufung zu gehen.

Das Gericht hatte die 66 Millionen Euro schwere Schadenersatzklage der Apobank gegen ihre fünf Ex-Manager Ende April abgewiesen. Die Bank hatte sie verklagt, weil sie nach ihrer Ansicht mit allzu riskanten Anlagen gegen das in der Satzung der Bank verankerte Spekulationsverbot verstoßen hätten.

Das sah das Gericht anders: Dass ihre Anlagen in strukturierte Papiere in Verlusten endeten, die die ganze Bank ins Wanken brachten, sei ihnen nicht anzulasten, sondern beruhe auf den Auswirkungen der Finanzkrise. Einen solch massiven Preisverfall hätten sie auch bei sorgfältigster Prüfung nicht erwarten können.

Die Apobank hatte 2009 nach Abschreibungen auf riskante Wertpapiere mit 283 Millionen Euro den ersten Verlust der mehr als 100-jährigen Firmengeschichte geschrieben. Die größte deutsche Genossenschaftsbank musste unter den Rettungsschirm des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) schlüpfen, der mit 600 Millionen Euro für die Apobank bürgte. Die Garantien mussten letztlich aber nicht angetastet werden.

Von

rtr

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