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12.01.2005

16:14 Uhr

Keine weitere Fusion für 2005 geplant

Frankfurter Volksbank erzielt 2004 erneut Rekordergebnis

Die Frankfurter Volksbank hat 2004 nach deutlichen Kostensenkungen erneut ein Rekordergebnis erzielt. Der Nettogewinn sei im vergangenen Jahr um knapp 16 Prozent auf 31,6 Millionen Euro gestiegen, sagte Vorstandschef Hans-Joachim Tonnellier am Mittwoch. Das sei das vierte Rekordergebnis in Folge.

HB FRANKFURT. Der Sach- und Personalaufwand sei um rund sechs Prozent auf 120,8 Millionen Euro gesunken. Die Mitarbeiterzahl ging um 99 auf 1.376 zurück. Zudem sei der Beitrag an den Sicherungsfonds des genossenschaftlichen Bundesverbandes BVR um zehn Prozent geringer gewesen. Operativ - gemessen am Betriebsergebnis vor Bewertung - legte die Volksbank um 8,7 Prozent auf 83,6 Millionen Euro zu.

Die Frankfurter Volksbank hat 2004 mit der Raiffeisenbank Bruchköbel in sechs Jahren den elften Fusionspartner ins Boot geholt und hat inzwischen fast 375.000 Kunden. „Wir sind natürlich auch in Zukunft für weitere strategische Partnerschaften offen“, kündigte Tonnellier an. 2005 werde aber ein Jahr der Konsolidierung sein, mit einer weiteren Fusion sei nicht zu rechnen.

Ein offenes Bieterrennen um die zum Verkauf stehende Frankfurter Sparkasse (Fraspa) werde es mit seiner Bank nicht geben, sagte Tonnelier. „Ich rechne damit, dass die Fraspa mit der Helaba zusammengeht.“ Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) führt exklusive Verhandlungen mit der Fraspa, die Ende Februar mit einer Absichtserklärung abgeschlossen sein sollen. An Teilbereichen der Fraspa habe die 143 Jahre alte Frankfurter Volksbank kein Interesse.

Das wirtschaftliche Umfeld werde auch 2005 fragil bleiben, ergänzte der Bankchef. „Wir rechnen in diesem Umfeld mit einem stabilen Ergebnis.“ Bei den Risikokosten erwarte er eine Entlastung, sagte Tonnellier, ohne genaue Zahlen zu nennen. Ein Börsengang der Tochtergesellschaft gif - Gesellschaft für individuelle Finanzberatung ist Tonnellier zufolge künftig denkbar. „Das ist aber noch ein weiter Weg.“ Die Tochter, die 2004 zu einem höheren Provisionsüberschuss beitrug, hat 2004 Lebensversicherungen im Volumen von 150 Millionen Euro vermittelt.

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