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04.08.2016

12:10 Uhr

KfW

Gewinn der staatlichen Förderbank schrumpft

Seit Jahren profitiert die Förderbank KfW immens von den Niedrigzinsen. Jetzt schrumpft der Gewinn, bleibt aber überdurchschnittlich. Das Fördervolumen gibt vor allem im Ausland nach.

Das Fördervolumen der KfW ist geschrumpft. dpa

Kreditanstalt für Wiederaufbau in Frankfurt

Das Fördervolumen der KfW ist geschrumpft.

FrankfurtDie staatliche Förderbank KfW hat im ersten Halbjahr in den Rückwärtsgang geschaltet. Der Konzerngewinn schrumpfte auf 779 Millionen Euro, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Vor einem Jahr hatten noch fast 1,2 Milliarden zu Buche gestanden.

Vorstandschef Ulrich Schröder geht davon aus, dass sich der Trend in den kommenden Monaten fortsetzt: „Für das Gesamtjahr erwarten wir ein gegenüber 2015 rückläufiges, aber dennoch überdurchschnittliches Ergebnis“, bekräftigte er.

Die KfW hat in den vergangenen Jahren immer wieder sinkende Gewinne angekündigt - und legte dann doch meist noch eine Schippe oben drauf. Denn wiederholt musste das Institut in die Bresche springen, wenn der Bund ein Problem zu lösen hatte.

Im vergangenen Jahr hatte die KfW beispielsweise zinslose Darlehen an Länder und Kommunen für die Errichtung von Flüchtlingsunterkünften ausgereicht, was das Fördergeschäft erneut aufblähte. Bankintern war das umstritten.

So haben deutsche Banken beim Stresstest 2016 abgeschnitten

EZB-Bankenstresstest - die Szenarien

Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) hat 51 große Banken aus 15 europäischen Ländern unter die Lupe genommen. Sie prüfte mit der Europäischen Zentralbank eine ganze Reihe von Kennzahlen und testeten wie sich diese in verschiedenen Szenarien bis 2018 entwickeln dürften.

Zum einen spielte die EBA durch, wie es den Banken gehen wird, falls die Vorhersagen der Europäischen Kommission zur Konjunktur in den nächsten Jahren eintreten (Basisszenario). Zum anderen testeten sie die Institute auch im Szenario einer sehr viel schlechteren wirtschaftlichen Entwicklung (Adverses Szenario).

So haben die neun geprüften deutschen Banken abgeschnitten:

Bayerische Landesbank

Kernkapitalquote (2015): 11,99 %

Kernkapitalquote nach Basisszenario (2018): 12,41 %

Kernkapitalquote nach adversem Szenario (2018): 8,34 %

Differenz 2015 vs adv. Szenario 2018 (in Basispunkten): -365

Commerzbank

Kernkapitalquote (2015): 12,13 %

Kernkapitalquote nach Basisszenario (2018): 13,13 %

Kernkapitalquote nach adversem Szenario (2018): 7,42 %

Differenz 2015 vs adv. Szenario 2018 (in Basispunkten): -471

Dekabank

Kernkapitalquote (2015): 13,50 %

Kernkapitalquote nach Basisszenario (2018): 14,17 %

Kernkapitalquote nach adversem Szenario (2018): 9,53 %

Differenz 2015 vs adv. Szenario 2018 (in Basispunkten): -397

Deutsche Bank

Kernkapitalquote (2015): 11,11 %

Kernkapitalquote nach Basisszenario (2018): 12,08 %

Kernkapitalquote nach adversem Szenario (2018): 7,80 %

Differenz 2015 vs adv. Szenario 2018 (in Basispunkten): -332

Landesbank Baden-Württemberg

Kernkapitalquote (2015): 15,98 %

Kernkapitalquote nach Basisszenario (2018): 15,58 %

Kernkapitalquote nach adversem Szenario (2018): 9,40 %

Differenz 2015 vs adv. Szenario 2018 (in Basispunkten): -658

Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale

Kernkapitalquote (2015): 13,11 %

Kernkapitalquote nach Basisszenario (2018): 14,42 %

Kernkapitalquote nach adversem Szenario (2018): 10,10 %

Differenz 2015 vs adv. Szenario 2018 (in Basispunkten): -301

Norddeutsche Landesbank

Kernkapitalquote (2015): 12,09 %

Kernkapitalquote nach Basisszenario (2018): 13,16 %

Kernkapitalquote nach adversem Szenario (2018): 8,62 %

Differenz 2015 vs adv. Szenario 2018 (in Basispunkten): -347

NRW.Bank

Kernkapitalquote (2015): 42,54 %

Kernkapitalquote nach Basisszenario (2018): 39,44 %

Kernkapitalquote nach adversem Szenario (2018): 35,40 %

Differenz 2015 vs adv. Szenario 2018 (in Basispunkten): -714

Volkswagen Financial Services AG

Kernkapitalquote (2015): 11,67 %

Kernkapitalquote nach Basisszenario (2018): 12,90 %

Kernkapitalquote nach adversem Szenario (2018): 9,55 %

Differenz 2015 vs adv. Szenario 2018 (in Basispunkten): -211

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres ging das Fördervolumen nun um 13 Prozent auf 36,2 Milliarden Euro zurück, was dem Auslandsgeschäft geschuldet war. Im Inland gab es dagegen einen leichten Anstieg um vier Prozent auf 26,7 Milliarden Euro. Hier spielte vor allem der Bauboom in Deutschland eine Rolle. Die Nachfrage nach Förderprogrammen für den energieeffizienten Wohnungsbau sei groß, erklärte die KfW.

Von

rtr

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