Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.01.2004

16:30 Uhr

Klage in den USA eingereicht

Kirch zieht gegen Deutsche Bank vor US-Gericht

Der gescheiterte Medienunternehmer Leo Kirch hat die Deutsche Bank und den US-Kabelfernsehkonzern Liberty Media in New York verklagt. Damit droht Deutschlands größtem Geldinstitut ein weiterer langwieriger Rechtsstreit.

HB FRANKFURT/MÜNCHEN. Bereits am kommendem Mittwoch muss sich Vorstandssprecher Josef Ackermann in Zusammenhang mit der Mannesmann-Übernahme wegen des Vorwurfs der Untreue vor Gericht verantworten.

„Wir glauben, dass es einen klaren Plan gab“, erklärte Lawrence Rolnick, Partner bei der New Yorker Anwaltskanzlei Lowenstein Sandler, die Kirch vertritt, am Donnerstag die US-Klage. „Die Deutsche Bank und Liberty hatten sich zusammengetan um die Finanzierung der Kirch-Gruppe abzugraben und dann die Beute aufzuteilen.“ Offen blieb zunächst die Höhe der von Leo Kirch geforderten Schadensersatzforderungen. Im Umfeld des Unternehmers waren in der Vergangenheit Ansprüche in Milliardenhöhe genannt worden.

Die Deutsche Bank wies die Anschuldigungen Kirchs zurück. „Breuer hat Malone niemals getroffen“, sagte ein Sprecher. „Es hat nie einen persönlichen Kontakt gegeben.“

Die Aktie des Instituts zeigte sich von der Klage jedoch unbeeindruckt und gehörte - getrieben von der Übernahme der Bank One durch JP Morgan Chase - ebenso wie andere Finanztitel zu den Gewinnern im Dax. Am späten Vormittag notierte das Papier mit 64,65 € um 1,4 % im Plus, während der Dax leicht im Minus lag.

„Wir nehmen diese Äußerung gelassen zur Kenntnis“, sagte ein Kirch-Sprecher auf Anfrage mit Blick auf die Äußerungen der Deutschen Bank. „Der Prozessverlauf wird die Wahrheit ans Licht bringen.“

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×