Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.01.2017

18:41 Uhr

Klassische Überweisung

Kunden klammern sich ans Papier

VonElisabeth Atzler

Die Frankfurter Volksbank mit den meisten Anteilseignern glaubt an den Service vor Ort. Wie sehr die Kunden Filialen nutzen, zeigt die Zahl der Papier-Überweisungen. Daran dürfte sich wenig ändern – aus gutem Grund.

Die zweitgrößte Volksbank in Deutschland steht vergleichsweise stabil da. dpa

Frankfurter Volksbank

Die zweitgrößte Volksbank in Deutschland steht vergleichsweise stabil da.

FrankfurtKeine Volksbank in Deutschland kann mehr Mitglieder für sich gewinnen als die Frankfurter Volksbank. Insgesamt hat das Geldhaus 500.000 Kunden, 200.000 davon halten auch Anteile an der Bank – mehr als etwa bei der größten deutschen Volksbank aus Berlin.

Wie andere große Volks- und Raiffeisenbanken ist die Frankfurter Volksbank in ihrer heutigen Form aus etlichen Fusionen hervorgegangen. Ihr Geschäftsgebiet ist entsprechend groß. Derzeit hat sie 83 Filialen, acht Geschäftsstellen wurden 2016 geschlossen. Der „Vor-Ort-Service“ für Kunden sei weiterhin sehr gefragt, sagt Vorstandschefin Eva Wunsch-Weber. „Sie legen Wert auf einen dauerhaften Ansprechpartner – wir sagen dazu Lebenspartnerschaft.“

Zugleich schätzen offenbar viele Kunden noch etwas anderes: dass sie dort Überweisungen per Papierbeleg abgeben können. Immerhin 2,6 Millionen beleghafte Überweisungen kamen bei der Frankfurter Volksbank im vergangenen Jahr zusammen. Für den Großteil der Kunden ist das laut Wunsch-Weber kostenlos, weil die Dienstleistung in ihrem Kontomodell inbegriffen ist. Bei vielen Banken kosten beleghafte Überweisungen bei bestimmten Kontomodellen mittlerweile 2,50 Euro und mehr.

Die hohe Zahl ist allerdings kaum verwunderlich: Lediglich etwas mehr als die Hälfte der Volksbank-Kunden nutzt bisher das Onlinebanking. Zudem kamen Kunden mehr als eine Million mal an den Schalter, um Geld ein- oder auszuzahlen.

Auf die hohe Zahl der Eigentümer ist die Frankfurter Volksbank stolz. In diesem Jahr umgarnt sie ihre Mitglieder besonders: Sie erhalten – weil die Bank 155 Jahre alt wird – eine „Jubiläumsdividende“ von 7,55 Prozent. Das kann sich das Geldhaus leisten – es steht sehr stabil da.

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Martin Wienand

20.01.2017, 10:40 Uhr

Online-Banking nur wenn es unbedingt sein muss.

Zu unsicher.

Man kann nur jedes Mal hoffen, dass es einen nicht erwischt.

Account gelöscht!

20.01.2017, 14:20 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Frau Annette Bollmohr

20.01.2017, 17:15 Uhr

"Der „Vor-Ort-Service“ für Kunden sei weiterhin sehr gefragt, sagt Vorstandschefin Eva Wunsch-Weber. „Sie legen Wert auf einen dauerhaften Ansprechpartner – wir sagen dazu Lebenspartnerschaft.“

Das kann man altmodisch finden, muss man aber nicht. Ich kann's gut verstehen.

Und eine "Lebenspartnerschaft" entsteht ohnehin nur dann, wenn beide Seiten sich an gewisse Regeln halten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×