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31.01.2014

13:06 Uhr

Konjunkturbelebung

Spaniens Banken erholen sich

Die Konjunktur in Spanien läuft wieder an. Davon profitieren Spaniens Banken: Die Nachfrage nach Darlehen ist gestiegen und mit ihr die Gewinne aus dem Kreditgeschäft. Die Altlasten fallen dabei kaum noch ins Gewicht.

Blauer Himmel über dem Hauptquartier von Spaniens zweit größter Bank: Nicht nur die BBVA ist auf Erholungskurs. Reuters

Blauer Himmel über dem Hauptquartier von Spaniens zweit größter Bank: Nicht nur die BBVA ist auf Erholungskurs.

Madrid/BarcelonaWeniger faule Kredite haben nach dem spanischen Bankenprimus Santander auch dem Branchenzweiten BBVA einen Gewinnsprung beschert. Der Überschuss kletterte 2013 um ein Drittel auf 2,2 Milliarden Euro, wie das Institut am Freitag mitteilte. Lange hatten viele geplatzte Kredite im Zuge der Immobilienkrise die Geldhäuser des Landes unter Druck gesetzt. Santander und BBVA sind aber im Ausland stark vertreten und konnten dadurch Belastungen daheim abfedern. Bei BBVA ist der mexikanische Markt besonders wichtig. Hier stieg der Gewinn um sieben Prozent auf 1,8 Milliarden Euro.

„Die Aussichten für 2014 haben sich erheblich verbessert“, sagte BBVA-Verwaltungsratschef Francisco Gonzalez. Die Nachfrage nach Darlehen steige wieder. Darin spiegelt sich die bessere konjunkturelle Lage wider. Die spanische Wirtschaft hatte sich 2013 nach mehr als zwei Jahren aus der Rezession gelöst, das Bruttoinlandsprodukt legte zum Jahresende das zweite Quartal in Folge zu.

Eine deutlich geringere Belastung durch geplatzte Immobilienkredite hatte schon bei Santander zu einem fast verdoppelten Gewinn geführt. Der Überschuss summierte sich auf 4,4 Milliarden Euro.

Beim drittgrößten Kreditinstitut im Land, der Caixabank, verdoppelte sich der Überschuss auf 503 Millionen Euro. Das Geldhaus aus Barcelona kündigte zudem am Freitag ein Angebot für die verstaatlichte Catalunya Banc an, sollte diese zum Verkauf gestellt werden. Auch die Banco Popular erklärte ihr Interesse. Die Regierung will die Krisenbank noch vor dem Sommer veräußern.

Kommentare (2)

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31.01.2014, 09:36 Uhr

...ich kann nur jeden empfehlen, sich unabhängig über Spanien zu informieren. Solche Kurzberichte sind wirklich eine Frechheit. In Spanien hat sich unter dem Strich nichts verändert. Hoches NIIP, Faule Kredite > 13 %, hohe Arbeitslosigkeit und ein Miniwachstum. Das sind nur einige Punkte von vielen. Hätte man die ganzen Ramschkredite nicht in die Bad Bank verschoben, wäre das Gesamtbild noch katastrophaler.

Ossi

31.01.2014, 11:00 Uhr

Bis zur EU-Wahl werden wir staunend ein enormes wirtschaftliches Wiedererstarken der bisherigen Problemländer erfahren. Alles wird gut und die Perspektiven für 2014 werden noch besser.
Dann können wir beruhigt unsere Stimme den fähigen Gestaltern der EU geben und natürlich unserem EU-Schulze.
Ist das nicht schön?
Elli Hörnlein

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