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12.04.2017

21:45 Uhr

Konzernumbau

Deutsche Bank denkt über Zukunft von Sal. Oppenheim nach

VonMichael Maisch

Der Konzernumbau bei der Deutschen Bank könnte auch die Kölner Tochter Sal. Oppenheim treffen. Konkrete Entscheidungen sind allerdings noch nicht gefallen.

Gerade erst hat die Deutsche Bank einen Wechsel an der Vorstandsspitze der Kölner Tochter verkündet. dpa

Sal. Oppenheim in Köln

Gerade erst hat die Deutsche Bank einen Wechsel an der Vorstandsspitze der Kölner Tochter verkündet.

FrankfurtAls die Deutsche Bank Sal. Oppenheim 2009 übernahm, steckte das traditionsreiche Privatbankhaus in einer tiefen Krise. So richtig zur Ruhe gekommen ist das Geldhaus seither eigentlich nie. Jetzt könnte neue Unruhe drohen. Denn die Frankfurter Mutter denkt im Zuge ihres Konzernumbaus auch darüber nach, Sal. Oppenheim anders aufzustellen, heißt es in Finanzkreisen. Eines von mehreren möglichen Szenarien sei eine Übertragung des Kapitalmarktgeschäfts mit institutionellen Kunden an das Asset Management der Deutschen Bank. Die Sparte soll nach den Vorstellungen von Vorstandschef John Cryan nach Möglichkeit noch in diesem Jahr an die Börse gehen.

Gerade erst hat die Deutsche Bank einen Wechsel an der Vorstandsspitze der Kölner Tochter verkündet. Auf den Kapitalmarktfachmann Wolfgang Leoni soll mit Martin Renker, ein Spezialist für die Verwaltung privater Vermögen, folgen. Noch sei über die Zukunft von Sal. Oppenheim aber keine Entscheidung gefallen, heißt es in Finanzkreisen.

Im Vorstand stehe der Fall in den nächsten Wochen auch nicht auf dem Programm. Die Tatsache, dass mit Renker ein neuer Chef für die Tochter ernannt worden sei, zeige dass die Deutsche Bank trotz aller Planspiele weiterhin Interesse an Sal. Oppenheim habe und dass eine vollständige Zerschlagung oder ein Verkauf derzeit nicht zur Debatte stünden. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hatte zuerst über die Überlegungen zum Kapitalmarktgeschäft berichtet.

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