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10.02.2005

15:53 Uhr

Kosten deutlich gefallen

SEB Bank steigert Gewinn in Deutschland deutlich

Die schwedische SEB Bank hat im vergangenen Jahr in Deutschland ihren Gewinn dank eines verbesserten Provisionsergebnisses und geringerer Kosten deutlich gesteigert.

rtr FRANKFURT. Der Nettogewinn sei 2004 um 14,9 Prozent auf 132 Mill. Euro gestiegen, teilte die SEB am Donnerstag in Frankfurt mit. Ohne Restrukturierungskosten für die Neupositionierung des Privatkundengeschäfts sei der Gewinn sogar um gut 30 Prozent auf 150 Mill. Euro geklettert.

Für 2005 kündigte der neue Vorstandsvorsitzende Fredrik Boheman eine Expansion in allen Geschäftsbereichen an. „Die Restrukturierung ist vorbei. Jetzt müssen wir wachsen“, sagte der Chef des Deutschland-Geschäftes. Das solle hier zu Lande aus eigener Kraft gelingen. „Kleinere Akquisitionen, wenn sie sich ergeben würden, wären aber natürlich denkbar.“ Derzeit gebe es jedoch keine Gespräche, ergänzte Boheman. Der Schwede hatte Ende Januar die Nachfolge von Thomas Altenhain angetreten, der nach strategischen Differenzen mit der Konzernmutter überraschend die Bank verlassen hatte.

Die Eigenkapitalrendite nach Steuern habe 2004 - allerdings ohne Restrukturierungskosten in Höhe von 18 Mill. Euro - bei 7,6 (Vorjahr: 5,5) Prozent gelegen. Die deutsche SEB muss bis 2006 auf eine Nettorendite von zehn Prozent kommen, um die Vorgaben der Konzernmutter aus Stockholm zu erfüllen. Lange galt die deutsche Tochter als Problemkind von Schwedens drittgrößtem Bankkonzern gemessen am Börsenwert. Dieser peilt selbst eine Nettorendite von 15 Prozent an, liegt derzeit aber noch bei 13,2 Prozent. Langfristig will Boheman eine ähnlich hohe Rendite wie die Mutter erzielen. In Deutschland hatte die SEB vor einigen Jahren die BfG-Bank übernommen. Mittlerweile steuert die deutsche Einheit, die rund eine Millionen Privat- und 1000 Firmenkunden hat rund 15 Prozent zum Konzerngewinn bei.

Im operativen Geschäft ging der Zinsüberschuss zwar um 1,2 Prozent auf 433 Mill. Euro zurück, dafür legte der Provisionsüberschuss um 12,2 Prozent auf 219 Mill. Euro zu. Insgesamt blieben die Erträge weitgehend stabil. Positiv sah es 2004 auf der Kostenseite aus: die Verwaltungsaufwendungen fielen um 2,2 Prozent auf 479 Mill. Euro. Die Bank baute rund 400 Stellen ab und hatte Ende des Jahres noch rund 3100 Mitarbeiter. Die Risikokosten - etwa für faule Kredite - fielen um fast 30 Prozent auf 49 Mill. Euro.

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