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05.11.2012

16:05 Uhr

Kostensenkung

Goldman Sachs spart sich teure Banker

31 Partner weniger: Die US-Investmentbank Goldman Sachs spart am Personal. Insgesamt hat Goldman heute 3100 Mitarbeiter weniger als noch 2010. Das Programm zur Kostensenkung steht laut der Bank vor dem Abschluss.

Der Titel „Partner“ ist mit einem lukrativen Salär verbunden. dpa

Der Titel „Partner“ ist mit einem lukrativen Salär verbunden.

FrankfurtBei der US-Investmentbank Goldman Sachs sinkt im Zuge der Sparmaßnahmen auch die Zahl der hochrangigen Führungskräfte. 407 Partner arbeiten für die Bank, 31 weniger als im Februar, wie aus einer offiziellen Mitteilung an die US-Finanzaufsicht SEC vom Montag hervorgeht.

Der begehrte Titel „Partner“ ist nicht nur prestigeträchtig, sondern auch mit einem lukrativen Salär verbunden. In Deutschland tragen ihn acht Manager, darunter der Deutschland-Chef Alexander Dibelius, sein Stellvertreter Philip Holzer sowie die Investmentbanker Dorothee Blessing, Wolfgang Fink und Christoph Stanger.

Insgesamt hat Goldman Sachs heute 3100 Mitarbeiter weniger als noch 2010, ein Rückgang um neun Prozent. Seither haben auch Dutzende Partner die Bank verlassen, und in diesem Jahr wurden weniger neue Partner ernannt als in vergangenen Jahren.

Nach Angaben von Goldman-Sachs-Finanzchef David Viniar gehen alle zwei Jahre im Schnitt 15 bis 20 Prozent der Partner. Der Titel wird nur alle zwei Jahre vergeben. Goldman Sachs steht eigenen Angaben zufolge kurz vor dem Abschluss eines 1,9 Milliarden Dollar schweren Kostensenkungsprogramms.

Das berichten die US-Großbanken über das 3. Quartal

JP Morgan

Die größte US-Bank JP Morgan Chase verdient wieder soviel wie vor der Krise. Im dritten Quartal steigerte JP Morgan den Nettogewinn um ein Drittel auf 5,7 Milliarden Dollar. Hauptgrund ist die boomende Nachfrage nach Hypotheken in den USA. Allein im Geschäft mit Häuserkrediten nahm das Institut 1,8 Milliarden Dollar ein – 36 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das Ergebnis übertraf die Analystenerwartungen.

Wells Fargo

Die Erfolgsgeschichte von Wells Fargo geht weiter. Im dritten Quartal wuchs der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf den Rekordwert von 4,94 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf die Bank die Erwartungen von Analysten. Wells Fargo profitierte von der sich bessernden US-Konjunktur und dem weiter anziehenden Immobilienmarkt.

Citigroup

Die Citigroup muss einen Gewinneinbruch hinnehmen. Die Erlöse gingen um 88 Prozent auf 468 Millionen Dollar zurück. Wesentlicher Grund dafür waren Sonderabschreibungen in Höhe von 2,9 Milliarden Dollar (nach Steuern), weil die Bank beim Verkauf ihrer Tochter Smith Barney nicht den erhofften Preis erzielen konnte.

Goldman Sachs

Goldman Sachs wies einen überraschend kräftigen Gewinn von 1,5 Milliarden Dollar aus, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Verlust von 428 Millionen Dollar in den Büchern stand. Die Einnahmen stiegen um 133 Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar. Die Investmentbank verdient dank der Erholung an den Finanzmärkten wieder prächtig.

Bank of America

Einen Gewinn von gerade einmal 340 Millionen Dollar hat die Bank of America im dritten Quartal erzielt. Vor einem Jahr erwirtschaftete die Bank noch ein Plus von 6,2 Milliarden Dollar. Schuld daran waren vor allem Sondereffekte wie die Abschreibung von 1,6 Milliarden Dollar nach einer 2,4 Milliarden Dollar teuren Einigung, um einer Sammelklage von Aktionären zu entgehen.

Morgan Stanley

Die US-Großbank Morgan Stanley fuhr im dritten Quartal einen Verlust von einer Milliarde Dollar ein. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum erzielte die Investmentbank noch einen Gewinn von 2,2 Milliarden Dollar. Der Umsatz schrumpfte in den drei Monaten von Juli bis September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 9,8 auf 5,3 Milliarden Dollar.

Bereinigt um Abschreibungen auf Schuldbewertungen kletterte aber der Umsatz auf 7,6 Milliarden Euro. Im Vorjahr bezifferte sich der bereinigte Umsatz nur auf 6,4 Milliarden Dollar. Um die Abschreibungen bereinigt stand ein Gewinn von 561 Millionen Dollar, verglichen zu 64 Millionen Dollar im Vorjahr.

Von

rtr

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