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15.11.2013

06:38 Uhr

Kreditwürdigkeit

US-Großbanken geraten in die Schusslinie

Die Bonitätswächter von Moody's senken über Top-Großbanken wie Goldman Sachs oder JP Morgan den Daumen und stufen das Rating herab. Zudem will die künftige US-Notenbankchefin Yellen die Institute strenger kontrollieren.

Finanzmetropole New York: Moody's stuft die Bonität mehrere Großbanken herab. AFP

Finanzmetropole New York: Moody's stuft die Bonität mehrere Großbanken herab.

New York, WashingtonDie Ratingagentur Moody's vier großen Instituten eine schlechtere Bonitätsnote verpasst, weil die US-Regierung in Zukunft Banken wohl nicht mehr mit Steuergeldern retten wird. Die Kreditexperten stuften die Bewertung von Morgan Stanley, JP Morgan Chase, Goldman Sachs und Bank of New York Mellon um jeweils eine Stufe herunter.

Die Behörden hätten deutliche Fortschritte bei ihren Bemühungen gemacht, staatlichen Rettungsaktionen in Zukunft aus dem Weg zu gehen, erklärte die Agentur zur Begründung. Deshalb sei es nun wahrscheinlicher geworden, dass die Gläubiger der Institute im Notfall zur Kasse gebeten würden. Die restlichen Institute, darunter Citigroup und die Bank of America kamen ungeschoren davon.

Zudem will die künftige US-Notenbankchefin Janet Yellen Großbanken strengeren Regeln unterwerfen. Die großen Geldhäuser könnten sich noch immer billiger Geld leihen als kleinere Wettbewerber, weil die Finanzmärkte offenbar im Notfall mit Regierungshilfe rechnen, erklärte Yellen am Donnerstag vor dem Bankenausschuss des Senats. „Weil diese Firmen ein systemisches Risiko darstellen, sollten wir ihnen den Wettbewerb erschweren und sie dazu ermutigen, kleiner und weniger systemisch zu werden“, erläuterte Yellen.

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Die US-Notenbank erwäge derzeit zusätzliche Regeln, die über die sogenannten „Dodd-Frank-Gesetze“ von 2010 hinausgingen, sagte Yellen weiter. Zudem werde die Federal Reserve möglicherweise neue Anforderungen für den Handel mit physischen Rohstoffen stellen. Die Fed erlaubte den Instituten erst 2003 den Einstieg in dieses Geschäft. Dies führte dazu, dass einige Banken im Besitz von Öl-Speichern, Lagerhäusern oder Kraftwerken sind. Derzeit überprüft die Fed diese Entscheidung, nachdem Kritiker den Banken Preismanipulationen vorgeworfen hatten.

Kommentare (1)

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15.11.2013, 08:17 Uhr

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Oder trügt die Hoffnung?

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