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12.01.2004

15:40 Uhr

Kreise: Höhe der Verluste steht noch nicht fest

Spekulationen um neuen Rekordverlust der WestLB

Der Westdeutschen Landesbank droht nach einem Magazin-Bericht ein neuer Rekordverlust von bis zu 2,7 Mrd. €. Dies wurde aus den Reihen der Bank jedoch noch nicht bestätigt, die Höhe der im Geschäftsjahr 2003 aufgelaufenen Verluste stehe noch nicht fest, so lautet es in Eigentümerkreisen. Die genannte Zahl von bis zu 2,7 Mrd. € wurde aber als „abwegig“ bezeichnet.

HB DÜSSELDORF. „In der AG wird noch berechnet und geprüft - eine seriöse Prognose ist derzeit noch nicht möglich“, hieß es am Montag in Eigentümerkreisen. Klarheit werde es wohl erst im Frühjahr mit der Vorlage der Bilanz geben. Das Nachrichtenmagazin „Focus“ hatte am Wochenende unter Berufung auf Aufsichtsratskreise berichtet, bei einer umfassenden Wertberichtigung „aller in den letzten Jahren schön gerechneten Beteiligungen“ könne sich der Verlust unter dem Strich auf 2,3 Mrd. € belaufen. Gemeint seien etwa die Beteiligungen der Düsseldorfer an der Landesbank Schleswig-Holstein oder der Landesbank Rheinland- Pfalz. Im günstigsten Fall werde sich der Verlust auf 1,5 Mrd. € belaufen. Die WestLB wollte dies nicht kommentieren.

In Bankkreisen hieß es, die Bilanz sei noch gar nicht abgeschlossen. Die Vorlage des Zahlenwerks wird für das Frühjahr erwartet. Die Führung des angeschlagenen Instituts hatte allerdings bereits angekündigt, die Bilanz nun um alle Geschäftsrisiken bereinigen zu wollen. Trotz schwarzer Zahlen im operativen Geschäft werde daher netto ein Verlust ausgewiesen werden. Angesichts der zu erwartenden Verluste war bereits eine Debatte um eine erneute Kapitalerhöhung bei der WestLB entbrannt. Schon für 2002 hatte die WestLB wegen erheblicher Abschreibungen einen Verlust von 1,7 Mrd. € verbucht.

Das Top-Management befürchte, dass Vorstandschef Thomas Fischer diesmal sogar einen Verlust von bis zu 2,7 Mrd. vorlegen könnte, berichtete der „Focus“ weiter. Nur „im günstigsten Fall“ könne am Ende ein Minus von 1,5 Mrd. € zu Buche stehen. In Eigentümerkreisen hieß es, die Zahl von 2,7 Mrd. € sei „abwegig“.

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