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20.07.2012

19:35 Uhr

Kreisen zufolge

Banken sollen Euribor-Informationen herausgeben

Neben dem Libor steht auch der Euribor im Fokus der EU-Wettbewerbsbehörde. Insidern zufolge soll die Kommission von mehreren Banken Informationen diesbezüglich eingefordert haben.

Finanzkreisen zufolge wurde in Zusammenhang mit dem Euribor auch die Londoner Niederlassung der Deutschen Bank durchsucht. dpa

Finanzkreisen zufolge wurde in Zusammenhang mit dem Euribor auch die Londoner Niederlassung der Deutschen Bank durchsucht.

BrüsselDie EU-Wettbewerbsbehörde hat Kreisen zufolge mehrere wegen möglicher Euribor-Manipulationen überprüfte Banken dazu aufgefordert, Informationen über das Handelsverhalten ihrer Wettbewerber weiterzuleiten. Dies sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Die Anfrage sei Teil eines Gesuchs der EU-Kommission an die Banken im April.

Eine der Personen sagte, die Geldhäuser seien auch aufgefordert worden, Informationen über den Handel mit Derivaten, wie ihre Preise festgelegt werden und den Zusammenhang mit dem Euribor abzuliefern. Der Euribor ist einer der wichtigsten Referenzzinssätze, der auch als Berechnungsgrundlage für andere Zinsprodukte wie etwa Swaps oder Futures genutzt wird.

Bereits im Oktober hatte sich die EU-Kommission mehrere Großbanken wegen des Verdachts eines Marktkartells beim Euribor vorgeknöpft. Finanzkreisen zufolge wurde unter anderem die Londoner Niederlassung der Deutschen Bank durchsucht. Der Euribor-Zins wird auf Basis der Informationen von 43 europäischen Banken berechnet. Derzeit gibt es auch Ermittlungen im Zusammenhang mit Manipulationen am Libor-Zinssatz (London Interbank Offered Rate).

Von

rtr

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