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29.07.2016

13:11 Uhr

Krisenbank Banco Popular

Ein „Deutsche“-Banker soll es richten

Die spanische Banco Popular schasst ihren bisherigen Chef und macht Pedro Larena zum neuen Vorstandvorsitzenden. Der Manager aus Spanien betreute bisher das internationale Privatkundengeschäft der Deutschen Bank.

Ein bald ehemaliger Deutsche soll es richten. Reuters

Banco-Popular-Filiale in Spanien

Ein bald ehemaliger Deutsche soll es richten.

Deutsche-Bank-Manager Pedro Larena soll das krisengeplagte spanische Geldhaus Banco Popular sanieren. Er werde ab September neuer Vorstandschef, teilte die Banco Popular mit. Larena ist bei der Deutschen Bank bislang für das internationale Privatkundengeschäft verantwortlich und soll bei Spaniens sechstgrößtem Kreditinstitut Francisco Gomez ersetzen, der am Freitag mit sofortiger Wirkung vor die Tür gesetzt wurde.

Gomez hatte die Banco Popular seit 2013 geleitet. Das Institut kämpft mit großen Problemen. Im zweiten Quartal wies es wegen fauler Kredite nur eine schwarze Null aus, deutlich weniger als von Experten erwartet. Erst im Juni hatte sich die Bank frisches Kapital in Höhe von 2,5 Milliarden Euro gesichert, um die Bilanz aufzuräumen. 2016 wird aber allein mit einem Verlust in Höhe von zwei Milliarden Euro gerechnet. Deswegen sollen jetzt auch die Kosten gedrückt werden - ab 2017 um rund 175 Millionen Euro.

An der Börse in Madrid kam der Personalwechsel gut an: Die Aktien des Instituts verteuerten sich um mehr als vier Prozent.

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