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28.03.2013

07:41 Uhr

Krisenbank

Deutscher Lehman-Insolvenzverwalter in der Kritik

ExklusivDie Gläubiger der US-Großbank Lehman Brothers sind mit den Vergütungsansprüchen des deutschen Insolvenzverwalters nicht einverstanden. Doch nicht sie entscheiden über die Höhe der Zahlung.

Die größte Bankenpleite aller Zeiten: Lehman Brothers dpa

Die größte Bankenpleite aller Zeiten: Lehman Brothers

New YorkFrege verlangt für die Betreuung der Insolvenz der deutschen Tochter der Bank bis zu 800 Millionen Euro. „Wir wissen nicht, wie diese Summe zustande kommt“, sagte Daniel Ehrmann, Manager bei der Abwicklungsgesellschaft Alvarez & Marsal, die die Zerlegung der Investmentbank in den USA betreut, dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe). Zum Beispiel sei unklar, wie viele Anwälte wie lange an dem Fall gearbeitet hätten, kritisiert er.

Die Vergütung Freges schmälert letztlich die Ausschüttung an die Gläubiger des 2008 in die Insolvenz gerutschten US-Instituts in den USA. Die Vorstellungen Freges sind seit einiger Zeit auch unter deutschen Experten umstritten. „Er hat einen sehr guten Job gemacht und er verdient es, gut bezahlt zu werden“, sagte Ehrmann. Aber er wolle gerne wissen, wie die Summe zusammensetze, damit die Gläubiger mitreden könnten.

Anders als im US-Insolvenzrecht haben die Gläubiger in Deutschland kein Mitspracherecht bei der Festsetzung der Vergütung, die ein Insolvenzverwalter erhält. Auch erfolgt die Berechnung nach anderen Grundsätzen als in den USA. Die letzte Entscheidung obliegt dem zuständigen Gericht. „Wir werden uns der Entscheidung des Gerichts unterwerfen. Aber wir wollen auch, dass unsere Meinung gehört wird“, sagte Ehrmann.

Die Abwicklung der US-Investmentbank ist im Jahr fünf nach deren Kollaps in die letzte Phase eingetreten. Am Mittwoch teilte die Bank mit, weitere 14,2 Milliarden Dollar an die Gläubiger auszuschütten.

Von

ben

Kommentare (1)

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Platos_Retreat

28.03.2013, 09:40 Uhr

tja, da nimmt "Campinos Bruder" halt mal einen ordentlichen Schluck aus der Pulle.
Die "normalen" Anwaltsgebühren wurden unter der SPD-Ministerin Zypries bei 30 Mio. Streitwert gekappt. Die Gebühren für die Insolvenzverwalter hat diese "Fachfrau" leider übersehen ..

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