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25.11.2013

19:47 Uhr

Krisenbank

Monte Paschi treibt Kapitalerhöhung voran

Die Verstaatlichung der Krisenbank Monte dei Paschi könnte doch noch verhindert werden. Das italienische Institut will eine Kapitalerhöhung von mehreren Milliarden Euro einleiten. Anleger reagierten beunruhigt.

Ein Mann geht über das Logo der italienischen Bank Monte dei Paschi in einer Filiale in Rom. Das Kriseninstitut will am Dienstag eine Kapitalerhöhung forcieren. Reuters

Ein Mann geht über das Logo der italienischen Bank Monte dei Paschi in einer Filiale in Rom. Das Kriseninstitut will am Dienstag eine Kapitalerhöhung forcieren.

Rom/MailandBei der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena rückt Insidern zufolge eine milliardenschwere Kapitalerhöhung näher. Am Dienstag solle der Verwaltungsrat genehmigen, dass das defizitäre Institut bis zu drei Milliarden Euro frisches Geld einsammele, sagten am Montag vier mit dem Vorhaben vertraute Personen. Bisher hatte das Geldhaus aus der Toskana 2,5 Milliarden Euro angepeilt. Schon im Januar könne der Plan in die Tat umgesetzt werden, hieß es weiter. Einer der Eingeweihten fügte hinzu, das Management wolle sich die notwendige Zustimmung der Aktionäre bei einer Hauptversammlung voraussichtlich am 27. Dezember holen.

Vom Erfolg der Kapitalerhöhung hängt ab, ob das älteste Geldhaus der Welt eine Verstaatlichung abwenden kann. Die Traditionsbank war im Zuge der Schuldenkrise und wegen riskanter Derivate-Geschäfte in Schieflage geraten. Die Regierung hat dem Institut bereits Anfang des Jahres mit 4,1 Milliarden Euro unter die Arme gegriffen. Für eine Genehmigung der Staatshilfe verlangt die EU-Kommission, dass Monte Paschi, 2,5 Milliarden Euro am Markt aufnimmt. Monte Paschi erklärte am Montag ohne auf Einzelheiten einzugehen, der Verwaltungsrat komme zur Beratung von Kapitalfragen zusammen.

Die Aussicht auf eine baldige Kapitalerhöhung lastete am Montag auf den Monte-Paschi-Aktien. Die Titel verbilligten sich um fast acht Prozent auf knapp 20 Cent je Anteilsschein.

Von

rtr

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