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29.10.2012

13:35 Uhr

Kriseninstitut

Bundeshilfen für HSH im Gespräch

Die HSH Nordbank steckt immer noch in der Krise. Schleswig-Holstein prüft deshalb gerade unter anderem eine Beteiligung des Bundes. Doch die HSH winkt ab. Sie will es aus eigener Kraft schaffen.

Das Firmenschild am Eingang zum Verwaltungsgebäude der HSH Nordbank in Kiel. dpa

Das Firmenschild am Eingang zum Verwaltungsgebäude der HSH Nordbank in Kiel.

HamburgSchleswig-Holstein prüft eine Beteiligung des Bundes an der Stabilisierung der kriselnden HSH Nordbank. Die diskutierte Ausweitung des Garantierahmens der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein wäre im Moment zwar die wirksamste und schonendste Maßnahme, sagte Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) den "Kieler Nachrichten" am Wochenende. "Wir prüfen aber verschiedene Szenarien, auch die Beteiligung des Bundes", fügte sie hinzu. Eine neue Kapitalspritze für die Landesbank stehe derzeit allerdings nicht zur Debatte.

Welche Art von Bundeshilfen Schleswig-Holstein erwägt - denkbar wäre etwa eine Beteiligung des Bankenrettungsfonds SoFFin -, ließ Heinold offen. Ein HSH-Sprecher sagte am Montag, Hilfen durch den Bund seien derzeit nicht geplant. "Wir prüfen Möglichkeiten, die Kapitalquote der Bank ohne Zuführung von frischem Kapital zu stärken." Im Umfeld der Bank hieß es, die Kapitalquote liege derzeit oberhalb des von EU-Aufsehern verlangten Mindestwerts von neun Prozent.

Auch in Hamburg, das zusammen mit Schleswig-Holstein 80 Prozent an der HSH hält, wird eine Bundesbeteiligung skeptisch gesehen, zumal die Banken bei der Nutzung des SoFFin künftig selbst für mögliche Verluste geradestehen müssen. Der SoFFin könne allenfalls Liquiditätsgarantien aussprechen, was zu keiner Verbesserung der HSH-Kernkapitalquote führen würde, sagte eine mit den Beratungen vertraute Person in Hamburg. "Nach allen uns vorliegenden Informationen, wie eine Beteiligung des Bundes denkbar wäre, gewännen wir als Länder dabei nicht."

Hamburg und Schleswig-Holstein hatten ihre Landesbank bereits 2009 vor dem Aus retten müssen. Anders als die WestLB -Eigner hatten sie dies aber ohne Bundeshilfe gestemmt, auch um nicht die Kontrolle über das Institut zu verlieren.

Hamburg und Schleswig-Holstein hatten sich vergangene Woche zu weiteren Staatsgarantien bereiterklärt. Demnach könnte der Garantierahmen wieder auf zehn Milliarden Euro von sieben Milliarden erhöht werden, um eine Herabstufung der Bank durch die Ratingagenturen zu verhindern. Die HSH bekräftigte, sie wolle sich aus eigener Kraft aus der schwierigen Lage befreien, in die sie durch die Schifffahrtskrise geraten sei.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Lanzarote

30.10.2012, 00:12 Uhr

Um es mit den Worten von Hilmar Kopper zu sagen: Deutschland braucht die HSH Nordbank nicht, die Bank gehoert abgewickelt (wie die WestLB). Sie hat jetzt zum wiederholten Male bewiesen, dass sie kein tragfaehiges Geschaeftsmodell hat - trotz Kopper! Also weg damit!!!

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