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20.04.2012

20:31 Uhr

Krisenjahr

Griechische Banken legen Ergebnisse für 2011 vor

Die griechischen Banken haben ihre Bilanzen für das Jahr 2011 vorgelegt. Allein die Verluste bei der größten Handelsbank des Landes belaufen sich auf mehr als zwölf Milliarden Euro.

Die griechischen Banken habe ihre Bilanzen vorgelegt. dapd

Die griechischen Banken habe ihre Bilanzen vorgelegt.

AthenDie griechischen Banken haben am Freitag ihr Jahresergebnis für 2011 bekannt gegeben und dabei auch den Umfang ihrer Verluste aus der Umschuldung der Staatsanleihen offen gelegt. Die Nationalbank, größte Handelsbank des Landes, verzeichnete demnach mit 12,3 Milliarden Euro - davon 11,7 Milliarden Euro aus dem Anleihentausch - die höchsten Verluste. Generaldirektor Apostolos Tamvakakis erklärte, seine Bank werde ihre Anstrengungen zur Kapitalaufstockung fortsetzen und weiter der „Stabilitätspol“ des Bankensystems im Hinblick auf die Rekapitalisierung bleiben.

Griechenlands zweitgrößte Geschäftsbank, die Alpha Bank, errechnete einen Verlust von 3,8 Milliarden Euro aufgrund des Anleihentauschs. Die Verluste der Eurobank, des drittgrößten Finanzinstituts, beliefen sich auf 5,5 Milliarden Euro, davon waren 4,6 Milliarden Euro dem Anleihentausch geschuldet. Die Piräus-Bank gab ihre Verluste mit 6,3 Milliarden Euro an. Davon entfielen 5,9 Milliarden Euro auf den Anleihentausch.

Der Anleihentausch ermöglicht es der Regierung in Athen, 107 der 350 Milliarden Euro Staatsschulden loszuwerden. Insgesamt sollen die privaten Gläubiger nach Nennwert auf 53,5 Prozent ihrer Darlehen verzichten. Der Schuldenschnitt war verknüpft mit der Zusage eines zweiten Rettungspakets von Eurozone und Internationalem Währungsfonds (IWF), mit dem eine Pleite des Lands vermieden werden soll.

Von

afp

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