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19.01.2005

07:37 Uhr

Künftige Anteile der acht Unternehmen sollen sich am Vertriebserfolg orientieren - R+V rückt hinter Allianz auf zweitwichtigsten Platz

Metallrente schickt Versicherer in Wettbewerb

Nach einer unbefriedigenden Entwicklung des Neugeschäfts im vorigen Jahr will das Versorgungswerk Metallrente seinen Vertriebspartnern Beine machen.

doe BERLIN. Nicht nur wurde zum 1. Januar die Victoria Leben durch die Wiesbadener R+V als zweitgrößte Partnerin in dem von der Allianz geführten vergrößerten Betreiberkonsortium ersetzt. Die Anteile der neuerdings acht Konsortialversicherer sollen auch im Fünf-Jahres-Turnus der jeweiligen Vertriebsleistung angepasst werden: „Wir bauen den Wettbewerbsgedanken ein“, sagt Geschäftsführer Heribert Karch.

Metallrente war vor drei Jahren von den Tarifparteien IG Metall und Gesamtmetall gegründet worden, um angesichts der mittelfristigen Senkung des gesetzlichen Rentenniveaus attraktive Angebote der betrieblichen Altersvorsorge für die Branche zu entwickeln. Die Erwartungen waren hochgesteckt: Der damalige IG-Metall-Chef Klaus Zwickel stellte bereits für 2002 mehr als 400 000 Vertragsabschlüsse in Aussicht. Diese Prognose stamme „aus dem Reich der sozialen Anfangsträume von Akteuren, die nichts vom Altersvorsorgemarkt verstanden“, wiegelt Karch nun ab. Tatsächlich wurden bislang 136 000 Policen verkauft. Zwickels Zielmarke werde Metallrente wohl erst „Anfang des nächsten Jahrzehnts“ erreichen.

Angesichts der widrigen politischen Rahmenbedingungen nennt Karch die aktuellen Geschäftszahlen gleichwohl „hervorragend“: Mit 7 000 Unternehmen sei inzwischen eine Zusammenarbeit vereinbart. Im vorigen Jahr wurden für 44 000 Arbeitnehmer neue Verträge abgeschlossen, wodurch der Jahresbeitrag um 46,6 Prozent auf 175,5 Mill. Euro stieg. Diesen Zuwachs wolle man 2005 noch übertreffen.

Allerdings fiel der Beitrag der Konsortialpartner Allianz, BHW, Victoria und WestLB, die für die Metallrente das eigentliche Versicherungsgeschäft betreiben, offenbar höchst unterschiedlich aus. Rund 46 Prozent der Neuabschlüsse stammten laut Karch vom hauseigenen Stammvertrieb Metallrente Beratungseinheit (MRB). Etwa 40 Prozent lieferte die Allianz, und zehn Prozent steuerten Makler bei. Die Vertriebsleistung von BHW und Victoria sei „eher gering“ gewesen, gesteht der Geschäftsführer: „Ich wünsche mir sehr, dass sich die Performance heben lässt.“

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