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27.01.2014

16:38 Uhr

Landesbank

BayernLB versorgt Ungarn-Tochter mit Kapital

Die ungarische BayernLB-Tochter steckt tief in den roten Zahlen: Die MKB braucht 260 Millionen Euro frisches Kapital. Die BayernLB hat ihren Anteil bereits bezahlt – die Trennung von der MKB ist schwieriger als gedacht.

Die Bayerische Landesbank in Nürnberg (Mittelfranken): Bis 2015 muss sie sich von ihrer ungarischen Tochter trennen. dpa

Die Bayerische Landesbank in Nürnberg (Mittelfranken): Bis 2015 muss sie sich von ihrer ungarischen Tochter trennen.

BudapestDie ungarische BayernLB-Tochter MKB braucht eine Kapitalspritze von gut 260 Millionen Euro. Die BayernLB habe ihren Anteil von 79,1 Milliarden Forint (258 Millionen Euro) bereits am vergangenen Freitag bezahlt, teilte die MKB am Montag in einer Pflichtveröffentlichung mit. Damit werde das Grundkapital um gut 50 Prozent auf 225,5 Milliarden Forint aufgestockt.

Die Bayerische Landesbank (BayernLB) hält 98,6 Prozent an der MKB, einer der größten Banken des Landes. Allein für das erste Halbjahr 2013 hatte die MKB einen Verlust von umgerechnet 104 Millionen Euro ausgewiesen.

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Die BayernLB muss sich von ihrer ungarischen Tochter auf Druck der EU-Kommission bis 2015 trennen. Doch das gestaltet sich wegen der mauen Wirtschaftsentwicklung und der harten Auflagen für Banken in Ungarn äußerst schwierig. Die Landesbank hatte deshalb geprüft, ob sie die MKB in ihre Einzelteile zerlegt und Stück für Stück verkauft. Im Dezember gab sie den Plan aber auf. Eine Aufspaltung wäre teurer als die Bilanzsumme der MKB kontinuierlich abzutragen, hieß es damals.

Von

rtr

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