Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.11.2012

15:24 Uhr

Landesbank Berlin

LBB will Sparkassen wieder Dividende zahlen

Dank eines satten Konzernüberschusses will die Landesbank Berlin den Sparkassen wieder eine Dividende zahlen. Das teilte das Institut selber mit. Allerdings nur, wenn es an den Finanzmärkten keine neuen Turbulenzen gibt

Das Logo der Landesbank Berlin. picture-alliance/ dpa

Das Logo der Landesbank Berlin.

BerlinDie Landesbank Berlin setzt den Konzernumbau fort und stellt ihren Sparkassen-Eignern wieder eine Dividende in Aussicht. Der Nettogewinn stieg nach neun Monaten auf 90 Millionen Euro, nach einem Verlust von 28 Millionen Euro vor einem Jahr, wie das Institut am Montag mitteilte. "Das ist ein gutes Ergebnis", sagte LBB-Chef Johannes Evers. Ohne neue Verwerfungen an den Finanzmärkten seien eine Stärkung der Kapitalbasis und eine Dividendenzahlung möglich. Der Konzern durchlebt eine radikale Schrumpfkur. Die international tätige Bankgesellschaft Berlin als Vorgänger hatte noch gut 17.000 Mitarbeiter. Die regional orientierte LBB mit knapp 6000 Beschäftigten zieht sich aus dem Ausland zurück und will ihre Bilanzsumme mittelfristig um rund ein Viertel eindampfen.

Die LBB ist inzwischen zu 100 Prozent unter Kontrolle der Sparkassen und seit August vom Börsenzettel verschwunden. Das Sparkassenlager will das Institut noch stärker zum Dienstleister der gut 420 Sparkassen ausrichten. Zudem sollen einzelne Geschäftsbereiche mit dem Sparkassen-Fondsdienstleister DekaBank zusammengelegt werden.

Operativ fuhr die LBB einen Gewinn vor Steuern und Sondereffekten von 165 (Vorjahreszeitraum: zwei) Millionen Euro ein. Die Bank baue bei "laufendem Betrieb erfolgreich" an ihrer neuen Struktur, sagte Evers. Der Konzern habe die erfreuliche Marktentwicklung genutzt, um den Abbau von Risikoaktiva und nicht mehr strategiekonformen Beständen zu verstärken. Wegen der schärferen Eigenkapitalanforderungen der Regulierer soll die LBB auf der Eigenkapitalseite bis 2014 um 750 Millionen Euro entlastet werden. "Unser Ziel, bis Ende 2012 Eigenkapital in Höhe von 500 Millionen Euro freizusetzen, haben wir nahezu erreicht", betonte Evers.

Die Bank habe ihr Engagement in den europäischen Krisenstaaten von nominal 6,2 Milliarden Euro zum Jahresanfang 2012 bis Ende September auf 3,7 Milliarden Euro systematisch abgebaut. Die Schließung der Standorte in London und Luxemburg sowie andere Umbaumaßnahmen hätten unterm Strich 28 Millionen Euro gekostet. Das operative Ergebnis nach einer Bankenabgabe von 22 Millionen Euro lag bei 115 Millionen Euro. Vor Jahresfrist stand hier noch ein Minus von 28 Millionen Euro.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×