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04.12.2012

16:07 Uhr

Landesbank Berlin

Schrumpfkur zur Großsparkasse

Das Kapitalmarktgeschäft der Landesbank Berlin geht an die DekaBank und die Tochter BerlinHyp wird eigenständig. Damit formiert sich das Institut im Laufe des nächsten Jahres zur Großsparkasse.

Das Logo der Landesbank Berlin. picture-alliance/ dpa

Das Logo der Landesbank Berlin.

BerlinDie Landesbank Berlin schrumpft zur Großsparkasse. Das Geldinstitut legt den Schwerpunkt auf das Geschäft mit Privat- und Geschäftskunden sowie auf die regionale Immobilienfinanzierung, wie aus einem Konzernbrief an die Mitarbeiter hervorgeht, der Reuters am Dienstag vorlag. Das kundenbezogene Kapitalmarktgeschäft mit der LBB-Invest solle an die DekaBank gehen. Zudem werde die LBB-Tochter BerlinHyp eigenständig und zum zentralen Immobilienfinanzierer der gut 400 deutschen Sparkassen ausgebaut. "Wir haben an der Vorbereitung dieser grundsätzlichen Entscheidungen der Eigentümer intensiv mitgewirkt und sind mit dem bisherigen Ergebnis sehr zufrieden", schrieb der Vorstand um Konzernchef Johannes Evers.

Die Chefs der regionalen Sparkassenverbände hatten sich am Montag auf die künftige Ausrichtung der LBB und des Fondsdienstleisters Dekabank geeinigt, die beide von den Sparkassen kontrolliert werden. Der Dachverband DSGV erläutert dem Brief zufolge allen Sparkassen am 12. Dezember die Entscheidung. "Schließlich sollen voraussichtlich ab dem ersten Quartal 2013 die entsprechenden Beschlüsse in den Gremien unserer Eigentümer, der LBB und der DekaBank gefasst werden."

Die LBB ist im Kern bereits eine große Sparkasse, sie fährt ihr Auslandsgeschäft derzeit zurück. Herzstück des Instituts ist die Berliner Sparkasse, die nach Kunden die größte ihrer Art in Deutschland ist. "Die sich neu formierende Berliner Sparkasse soll sich voll und ganz auf das Kerngeschäft der Privat- und Firmenkundenbetreuung sowie die lokale gewerbliche Immobilienfinanzierung in der Region Berlin-Brandenburg konzentrieren", betonte der Vorstand. Zudem solle das Institut weiter zum Dienstleister der bundesweiten Sparkassen ausgebaut werden.

Die Neuausrichtung hilft dem Schreiben zufolge, "Überlappungen zwischen LBB und DekaBank abzubauen und die Stärken beider Häuser noch besser nutzbar zu machen". Der Vorstand bezeichnete 2013 für die LBB als Jahr des Übergangs, bis alle notwendigen gesellschaftsrechtlichen und strukturellen Maßnahmen umgesetzt seien.

Von

rtr

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