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11.04.2013

10:57 Uhr

Landesbank Hessen-Thüringen

Auf dem Weg zur Super-Landesbank

Unter den Landesbanken macht die Helaba eine gute Figur. Sie meldet für 2012 einen Gewinn von mehr als einer halbe Milliarde Euro. Dem Institut hilft die Erholung an den Märkten – es ist aber unsicher, ob das so bleibt.

Die Helaba hat sich unter anderem Teile der ehemaligen WestLB einverleibt. dpa

Die Helaba hat sich unter anderem Teile der ehemaligen WestLB einverleibt.

FrankfurtGute Stimmung bei der Landesbank Hessen-Thüringen: Dank des robusten Geschäfts mit Firmenkunden und des Aufschwungs an den Börsen hat das Frankfurter Institut 2012 erneut einen Rekordgewinn eingefahren. Der Vorsteuergewinn kletterte um vier Prozent auf 512 Millionen Euro. "Wir befinden uns damit seit Jahren auf einem stabil ansteigenden Ertragspfad", sagte Helaba-Chef Hans-Dieter Brenner am Donnerstag. Die Bank profitiert vom stabilen Geschäft mit Firmen, Immobilienkunden und Sparkassen. Größter Ergebnistreiber 2012 war das Handelsergebnis, das unter anderem wegen Wertaufholungen bei Wertpapieren 455 Millionen Euro höher ausfiel als vor Jahresfrist.

Im laufenden Jahr rechnet Helaba-Chef Brenner mit Erträgen auf dem Niveau von 2012. "Mit Blick auf das Neugeschäft und die Ertragsentwicklung ist das erste Quartal 2013 erfolgreich angelaufen." Wegen der unsicheren Konjunkturaussichten und neuer Auflagen der Aufseher sei jedoch unklar, ob dieser Trend bis Jahresende fortgeschrieben werden könne. "Wir leben nicht auf einer Insel der Glückseligen", betonte Brenner. Um die Bank auf härtere Zeiten vorzubereiten, will er die Prozesse bei der Helaba straffen und den Verwaltungsaufwand deutlich senken.

Die größten Sparkassen Deutschlands

Die Sparkasse Bremen AG

Mit einer Bilanzsumme von 10,7 Milliarden Euro (2011) ist die Sparkasse Bremen die zehntgrößte Sparkasse in Deutschland. In dem kleinen Bundesland arbeiten 1.558 Menschen bei der Sparkasse.

Ostsächsische Sparkasse Dresden

Die Sparkasse in der sächsischen Landeshauptstadt kam im Jahr 2011 auf eine Bilanzsumme von 11,8 Milliarden Euro. Bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden arbeiten 1.708 Angestellte in 142 Filialen.

Nassauische Sparkasse

2011 kam die Nassauische Sparkasse mit Sitz in Wiesbaden auf eine Bilanzsumme von 11,9 Milliarden Euro. Sie kommt auf 225 Filialen - so viele wie keine andere Sparkasse.

Stadtsparkasse Düsseldorf

Mit einer Bilanzsumme von 12,1 Milliarden Euro liegt die Stadtsparkasse Düsseldorf auf Rang 7.

Sparkasse Hannover

Die Sparkasse Hannover ist die sechstgrößte Sparkasse in Deutschland. Das Geldhaus in der niedersächsischen Landeshauptstadt hat 2011 eine Bilanzsumme von 12,8 Milliarden Euro ausgewiesen.

Stadtsparkasse München

Die Stadtsparkasse München ist – wenig überraschend – das größte Mitglied des Sparkassenverbands Bayern. Deutschlandweit reicht es mit einer Bilanzsumme von 15,7 Milliarden Euro für Rang fünf.

Frankfurter Sparkasse

Die viertgrößte Deutsche Sparkasse liegt in Hessen. Die Frankfurter Sparkasse kommt auf eine Bilanzsumme von rund 17,9 Milliarden Euro - mit 1.718 Mitarbeitern. In München sind es zum Vergleich 3083 Angestellte.

Kreissparkasse Köln

Die Kreissparkasse Köln auf Rang drei knackt als erste die Marke von 20 Milliarden Euro. Im Jahr 2011 hat sie eine Bilanzsumme von rund 25,2 Milliarden Euro ausgewiesen.

Sparkasse KölnBonn

Rang zwei geht nach Köln. Die Sparkasse KölnBonn ist mit 29,6 Milliarden Euro (2011) noch ein bisschen größer als die Kreissparkasse Köln.

Hamburger Sparkasse

Mit Abstand die größte Sparkasse in Deutschland ist die Hamburger Sparkasse. Die Haspa kam im Jahr 2011 auf eine Bilanzsumme von 39,5 Milliarden Euro. Sie hat auch die meisten Angestellten aller Sparkassen - 5724 Mitarbeiter.

Die Helaba hat Mitte 2012 Teile der zerschlagenen WestLB übernommen und ist damit nun als Zentralbank für 40 Prozent aller Sparkassen in Deutschland zuständig. "Eine ähnlich tiefe Verankerung in der Sparkassenorganisation weist keine andere Landesbank auf", sagte Brenner. Er will die Integration der neuen Bereiche 2013 vorantreiben und in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg verstärkt um Kunden buhlen. Die Bilanzsumme der Helaba stieg durch die Übernahme um gut ein Fünftel auf 199 Milliarden Euro, die Kernkapitalquote auf 11,6 Prozent.

Einnahmen im Investment-Banking in Deutschland (Q1 2013)

Platz 10

Auf dem zehnten Platz liegt Citi mit einem Volumen von 11,0 Millionen US-Dollar. Damit sinkt die Bank im Vergleich zum Vorjahr um einen Platz.

Platz 9

Mit 11,4 Millionen US-Dollar steigt die Bank of America von Platz 12 in die Top Ten der führenden Banken auf.

Platz 8

Das Volumen der RBS beträgt in ersten Quartal 2013 in Deutschland 12,3 Millionen US-Dollar. Damit fällt die Bank vom sechsten auf den achten Platz.

Platz 7

Vom neunten auf den siebten Platz steigt die BNP Paribas mit einem Volumen von 19,3 Millionen US-Dollar auf.

Platz 6

Das Volumen von HSBC liegt bei 22,4 Millionen US-Dollar. Damit sinkt die Bank im Vergleich zum Vorjahr vom fünften auf den sechsten Platz.

Platz 5

Goldman Sachs steigt mit einem Volumen von 23,2 Millionen US-Dollar vom achten auf den fünften Platz auf.

Platz 4

Die Commerzbank bleibt im Vergleich zum Vorjahr auf dem vierten Platz mit einem Volumen von 23,6 Millionen US-Dollar.

Platz 3

Mit 26,5 Millionen US-Dollar sinkt JP Morgan von dem zweiten Platz im Vorjahr auf den dritten Platz.

Platz 2

Unicredit steigt mit einem Volumen von 29,7 Millionen US-Dollar vom siebten Platz auf den zweiten Platz im ersten Quartal 2013.

Platz 1

Mit einem Volumen von 72,9 Millionen US-Dollar bleibt die Deutsche Bank im Vergleich zum Vorjahr auf dem ersten Rang.

Quelle: Thomson Reuters, Freeman, Stand 19.3.2013

Da die Helaba im vergangenen Jahr anders als 2011 keinen positiven Steuereffekt verbuchte, ging das Konzernergebnis um ein Fünftel auf 318 Millionen Euro zurück. An seine Eigentümer - Mehrheitseigner sind die Sparkassen in Hessen und Thüringen - schüttet die Helaba elf Prozent ihres Jahresergebnisses aus - auch das ist wie der Vorsteuergewinn ein neuer Höchstwert.

Von

rtr

Kommentare (6)

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Kleinfeldt

11.04.2013, 11:41 Uhr

Kein Wunder. Werden doch den kleinen Sparern nur noch mickrige Zinsen gezahlt....

muunoy

11.04.2013, 12:26 Uhr

Die Helaba ist wie die anderen Landesbanken eine systemgefährliche Staatsbank, deren Bilanzsumme dringend auf eine nicht mehr systemgefährdendes Maß gestutzt werden muss. Die Kernkapitalquote ist mit unter 12% viel zu niedrig. Wenn ich in mein Depot schaue, steht unten immer der sog. Beleihungswert. Der beträgt 50% des Gesamtwertes des Depots. Also bitte, ich möchte Staatsbanken eigentlich nur noch mit 50% Eigenkapital haben. Im Aufsichtsrat der Helabe sitzen Politiker. Und ich möchte als Spitzensteuerzahler nicht schon wieder für solche Finanzinstitute aufkommen. Dass Banken von Risikomanagement nichts verstehen, haben sie zur Genüge bewiesen. Und dass die Manager und Aufsichtsräte der Helabe nicht zur Verantwortung gezogen werden, wenn die Zockerei scheitert, wissen wir inzwischen auch zur Genüge. Dieses Risiko für die Realwirtschaft gehört beseitigt oder zumindest drastisch verkleinert, bevor wieder der Otto-Normalverbraucher haften muss.

unglaublich

11.04.2013, 14:50 Uhr

Hurra Aufschwung !!
Der perfekte Bankräuber braucht keinen Überfall und keine Waffen.
Die dummen Schafe kommen von alleine um ihren Sklavensoll abzrackern - dafür das sie NICHTS von der Bank bekommen haben, ausser Fiat-Money - erschaffen aus dem NICHTS....
Und kommen sie in Verzug diese horrenden Zinsen für ihr Häuslein abzuzahlen, bekommen sie es weggenommen - dafür das die Bank NICHTS zahlen musste.
Von all den tollen "Geldanlagen" und ihren verlogenen BanksternVERKÄUFERN mal ganz abgesehen....
Aber zum Glück schlafen die Schafe weiter.....

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