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18.08.2016

14:33 Uhr

Landesbank

LBBW verdient etwas weniger

Wegen einer Flaute im Kapitalmarktgeschäft und dem Niedrigzinsumfeld verdient die LBBW weniger als im Vorjahr. Dennoch schneidet die Landesbank besser ab als ihre Konkurrenten.

Die Nachfrage nach Krediten bleibt verhalten. dpa

Landesbank Baden-Württemberg

Die Nachfrage nach Krediten bleibt verhalten.

FrankfurtDie anhaltenden Mini-Zinsen und eine Flaute im Kapitalmarktgeschäft bremsen die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Im ersten Halbjahr schrumpfte das Vorsteuerergebnis um fünf Prozent auf 258 Millionen Euro, wie die größte deutsche Landesbank am Donnerstag mitteilte. Vorstandschef Hans-Jörg Vetter zeigte sich dennoch zufrieden: "Vor dem Hintergrund der enormen Herausforderungen für unsere Branche ist dies ein akzeptables Ergebnis." Auch im Gesamtjahr erwartet er weiterhin einen leichten Rückgang. 2015 hatte die LBBW 531 Millionen Euro verdient.

So haben deutsche Banken beim Stresstest 2016 abgeschnitten

EZB-Bankenstresstest - die Szenarien

Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) hat 51 große Banken aus 15 europäischen Ländern unter die Lupe genommen. Sie prüfte mit der Europäischen Zentralbank eine ganze Reihe von Kennzahlen und testeten wie sich diese in verschiedenen Szenarien bis 2018 entwickeln dürften.

Zum einen spielte die EBA durch, wie es den Banken gehen wird, falls die Vorhersagen der Europäischen Kommission zur Konjunktur in den nächsten Jahren eintreten (Basisszenario). Zum anderen testeten sie die Institute auch im Szenario einer sehr viel schlechteren wirtschaftlichen Entwicklung (Adverses Szenario).

So haben die neun geprüften deutschen Banken abgeschnitten:

Bayerische Landesbank

Kernkapitalquote (2015): 11,99 %

Kernkapitalquote nach Basisszenario (2018): 12,41 %

Kernkapitalquote nach adversem Szenario (2018): 8,34 %

Differenz 2015 vs adv. Szenario 2018 (in Basispunkten): -365

Commerzbank

Kernkapitalquote (2015): 12,13 %

Kernkapitalquote nach Basisszenario (2018): 13,13 %

Kernkapitalquote nach adversem Szenario (2018): 7,42 %

Differenz 2015 vs adv. Szenario 2018 (in Basispunkten): -471

Dekabank

Kernkapitalquote (2015): 13,50 %

Kernkapitalquote nach Basisszenario (2018): 14,17 %

Kernkapitalquote nach adversem Szenario (2018): 9,53 %

Differenz 2015 vs adv. Szenario 2018 (in Basispunkten): -397

Deutsche Bank

Kernkapitalquote (2015): 11,11 %

Kernkapitalquote nach Basisszenario (2018): 12,08 %

Kernkapitalquote nach adversem Szenario (2018): 7,80 %

Differenz 2015 vs adv. Szenario 2018 (in Basispunkten): -332

Landesbank Baden-Württemberg

Kernkapitalquote (2015): 15,98 %

Kernkapitalquote nach Basisszenario (2018): 15,58 %

Kernkapitalquote nach adversem Szenario (2018): 9,40 %

Differenz 2015 vs adv. Szenario 2018 (in Basispunkten): -658

Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale

Kernkapitalquote (2015): 13,11 %

Kernkapitalquote nach Basisszenario (2018): 14,42 %

Kernkapitalquote nach adversem Szenario (2018): 10,10 %

Differenz 2015 vs adv. Szenario 2018 (in Basispunkten): -301

Norddeutsche Landesbank

Kernkapitalquote (2015): 12,09 %

Kernkapitalquote nach Basisszenario (2018): 13,16 %

Kernkapitalquote nach adversem Szenario (2018): 8,62 %

Differenz 2015 vs adv. Szenario 2018 (in Basispunkten): -347

NRW.Bank

Kernkapitalquote (2015): 42,54 %

Kernkapitalquote nach Basisszenario (2018): 39,44 %

Kernkapitalquote nach adversem Szenario (2018): 35,40 %

Differenz 2015 vs adv. Szenario 2018 (in Basispunkten): -714

Volkswagen Financial Services AG

Kernkapitalquote (2015): 11,67 %

Kernkapitalquote nach Basisszenario (2018): 12,90 %

Kernkapitalquote nach adversem Szenario (2018): 9,55 %

Differenz 2015 vs adv. Szenario 2018 (in Basispunkten): -211

Wie die BayernLB profitierte zwar auch die LBBW von einer ausgesprochen niedrigen Risikovorsorge und einem Sonderertrag aus dem Verkauf des Kreditkarten-Dienstleisters Visa Europe an den US-Konzern Visa. Allerdings bleibt das Zinsergebnis unter Druck und die Nachfrage nach Krediten verhalten. Auch im Kapitalmarktgeschäft halten sich die Kunden zurück.

Vetter bereitet derzeit die Übergabe der Geschäfte an seinen Nachfolger Rainer Neske vor. Der ehemalige Privatkundenvorstand der Deutschen Bank übernimmt im November das Ruder.

Von

rtr

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