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01.02.2011

07:45 Uhr

Landesbank

Neue Planspiele um die WestLB

VonFrank Matthias Drost, Sven Afhüppe, Peter Köhler

ExklusivDie Eigentümer der WestLB und der Veräußerungsbeauftragte Friedrich Merz bereiten sich auf den Ernstfall vor. Falls weder ein Verkauf noch eine Fusion, noch eine Verkleinerung der Bank unter Beibehaltung aller Geschäftsbereiche gelingen sollte, wird das Geschäft, das die Landesbank mit den Sparkassen abwickelt, auf eine rechtlich selbstständige Einheit übertragen.

Die Zukunft der WestLB ist weiter unklar DAPD

Die Zukunft der WestLB ist weiter unklar

BERLIN/FRANKFURT. "Das Brot-und-Butter-Geschäft der WestLB soll in eine Verbundbank kommen, die im Besitz der Sparkassen ist", sagte ein Verhandlungsteilnehmer dem Handelsblatt. Diese Lösung könnte auch von der EU-Kommission akzeptiert werden, schätzte ein weiterer Teilnehmer. Allerdings ist das Vorhaben der NRW-Sparkassen innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe noch nicht konsensfähig.

Unabhängig davon, wie die Lösung für die WestLB aussieht, will der Bund die Sparkassen in die Pflicht nehmen. Diese müssten einen substanziellen Beitrag zur Rettung der WestLB leisten, fordert ein Regierungsvertreter. Andere Teile der WestLB wie die Projektfinanzierung oder das Kapitalmarktgeschäft sollen als Paket oder separat verkauft werden. Unverkäufliche Teile könnten in die bestehende Bad Bank verschoben werden.

Für die WestLB gibt es dem "Wall Street Journal" zufolge vier Interessenten: Die staatliche China Development Bank sowie die Finanzinvestoren Blackstone, Apollo und J. C. Flowers. In chinesischen Medien hieß es am Dienstag allerdings, die chinesische Großbank habe dementiert, um die Landesbank zu buhlen.

Die WestLB steht unter Druck, sie muss bis zum 15. Februar der EU-Kommission einen neuen Sanierungsplan vorlegen. Sollten die Sanierungsversuche nicht fruchten, erwägt der Bund, das Institut in letzter Konsequenz nach dem neuen Restrukturierungsgesetz abzuwickeln. EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia will heute persönlich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und die beiden Staatssekretäre Jörg Asmussen und Steffen Kampeter über weitere Auflagen unterrichten.

Bei den Lösungsvorschlägen selbst sind noch viele Details offen - darunter die Lastenverteilung der entstehenden Aufwendungen aus der Aufteilung, die Haftung der Alteigentümer und die Kapitalausstattung der neuen Bank.

Kommentare (2)

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Serious Sam

01.02.2011, 09:30 Uhr

Wie unterschiedlich doch die bilder sind. in den USA beteiligte sich der Staat in der Krise direkt an etlichen banken. Was davon inzwischen wieder an den freien Markt gebracht wurde, hat etliche Milliarden an Profit eingebracht. in Deutschland bürgt der Steuerbürger für marode institute wie Commerzbank, bayernLb, HRE und WestLb - und wird da mit Verlustenm in zumindest zweistelliger Milliardenhöhe herauskommen. Woran liegt das wohl?

w.schwachtel@gmx.de

01.02.2011, 11:23 Uhr

Sanierungsplan. Das ich nicht lache. Da ist massiv Geld VERZOCKT worden. Milliarden ! Wo sind die Verantwortlichen, Wo ?

Was ist das für ein schwacher Staat, eine schwachte Politik, die so einen bETRUG AM DEUTSCHEN VOLK durchgehen läßt ?

Leider blicken immer mehr bürger durch, was die Worte "Sannierung" und "Refinanzierung" und "Umstrukturierung" im bankenwesen bedeutet.



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