Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.03.2006

08:54 Uhr

Landesbank scheidet aus

HSH Nordbank stärkt die Reserven

Die HSH Nordbank hat sich aus dem Bietergefecht um die Berliner Bank verabschiedet. „Ich kann bestätigen, dass wir nicht mehr dabei sind“, sagte Bankchef Alexander Stuhlmann am Dienstag bei Vorlage der vorläufigen Bilanz in Hamburg.

fmd HAMBURG. Die Landesbank für Hamburg und Schleswig-Holstein hatte gemeinsam mit der Hamburger Sparkasse (Haspa) eine Offerte für die Berliner Bank abgegeben. Damit sei auch das Angebot der Haspa hinfällig, ergänzte Stuhlmann.

Noch sind sieben Wettbewerber im Rennen um die Tochter der Bankgesellschaft Berlin. Allerdings gewinnt Stuhlmann dem Scheitern auch eine gute Seite ab. Die Haspa und die HSH Nordbank seien freundliche Wettbewerber, die bei Bedarf auch kooperieren können. Dass er diese Allianz noch einmal eingeht, wenn die Bankgesellschaft selbst 2007 zum Verkauf ansteht, glaubt Stuhlmann allerdings nicht.

In den kommenden acht Wochen will der Vorstand eine Entscheidung über den Verkauf der Tochter HSH Nordbank Hypo treffen. Zwar sei der Verkaufsprozess auf große Resonanz gestoßen, doch ob man sich von dem relativ kleinen Institut trenne, werde davon abhängen, ob der zu erzielende Preis über dem Buchwert liege, sagte Immobilien-Vorstand Peter Rieck dem Handelsblatt. Ausschließlich ausländische Adressen hätten sich beworben. Wenn es nicht zu einem Verkauf kommt, soll das Institut in die Landesbank eingegliedert werden.

In diesem Jahr strebt die HSH Nordbank, die 2003 aus der Fusion der Landesbanken von Schleswig-Holstein und Hamburg entstand, eine Kapitalrendite von 15 Prozent an. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern stieg 2005 um 1,3 Prozentpunkte auf 14,1 Prozent. Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge und Bewertung stieg um 5,5 Prozent auf 1,25 Mrd. Euro. Die Risikovorsorge verringerte sich auf 220 Mill. Euro (2004: 287 Mill.). Doch da die Vorsorgereserven kräftig um 418 Mill. Euro aufgestockt wurden, verringerte sich das Betriebsergebnis um knapp 27 Prozent auf 613 Mill. Euro. Übrigens wurde die auch im vergangenen Jahr von den Anteilseignern gestemmte Kapitalzuführung von 556 Mill. Euro den Vorsorgereserven zugeführt. Durch zwei Maßnahmen wurden die Reserven also um knapp eine Mrd. Euro aufgepolstert.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×