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07.04.2011

14:50 Uhr

Landesbank

Zwei Bieter haben noch Interesse an WestLB

Für die WestLB könnte sich am Ende vielleicht doch noch ein Käufer finden. Zumindest sollen noch zwei Bieter im Rennen um eine Übernahme der Landesbank sein.

Die Zentrale der WestLB in Düsseldorf. Quelle: dapd

Die Zentrale der WestLB in Düsseldorf.

DüsseldorfDer Bieterprozess um die WestLB geht mit zwei Interessenten in die entscheidende Phase. „Zwei Bieter haben ihre Angebote konkretisiert“, sagte ein Sprecher des WestLB-Verkaufsbeauftragten Friedrich Merz am Donnerstag. Merz werde die Unterlagen nun auswerten und den WestLB-Eignern Entscheidungsvorschläge unterbreiten. Die Eigentümer - das Land NRW und die örtlichen Sparkassenverbände - sollen dann in den kommenden Tagen beschließen, wie es weiter geht. Die EU-Kommission, die einen Eignerwechsel fordert, will bis zum 15. April weitere Details zu den Planungen für die Zukunft der Bank auf dem Tisch haben.

In Finanzkreisen hatte es geheißen, die beiden Finanzinvestoren Lone Star und Apollo hätten ihre Fühler nach der drittgrößten Landesbank ausgestreckt. Bis Juni müssten die Finanzinvestoren verbindliche Offerten vorlegen, hatten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters gesagt. Die Investoren würden einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag für die Bank bieten. Zudem wollten sie zwei Drittel der drei Milliarden Euro schweren stillen Einlage der WestLB verwerten, die der Bund eingebracht hatte. Ein Bieter forderte zudem eine Put-Option, um WestLB-Anteile nach einigen Jahren an die Alteigner zurückgeben zu können.

Der Bund verhandelt derzeit mit der EU-Kommission um die Zukunft der WestLB. Der Brüsseler Behörde sind dabei drei Optionen vorgelegt worden - neben einem Verkauf sind dies eine erneute drastische Verkleinerung der Bank sowie die Aufspaltung der WestLB.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Hartmut.Rast

07.09.2011, 16:35 Uhr

Also soviel Unverfrorenheit macht mich sprachlos.

Friedrich Merz hat in der Vergangenheit durch umfangreiche Beratungen den Einstieg der texanischen Lone Star Gruppe in Deutschland begleitet und sieht offensichtlich überhaupt keine Interessenkollision darin, sich nun als Verkaufsberater der WestLB mit seinem früheren (??) Mandanten über die Verteilung der Rosinen zu unterhalten.

Sämtliche Erträge aus Kreditverkäufen an die Lone Star-Gruppe und hier insbesondere diese der Tochtergesellschaft Hudson Advisors Germany GmbH, ein auf Zwangsvollstreckungen spezialisierter Service Provider für die Schwestergesellschaften COREALCREDIT Bank AG und Düsseldorfer Hypothekenbank, werden steuerfrei an die LSF 5 Olympic LLC mit Sitz auf den Bermudas verschoben und der deutsche Steuerzahler und sämtliche Aufsichtsbehörden schweigen bzw. fühlen sich garnicht erst zuständig.

Mehr noch, unser Herr Ex-Finanzminister Steinbürck hat die ebenfalls zur Lone Star Gruppe gehörende Industriekreditbank IKB noch mit rd. 10 Milliarden Euro bis zum jetzt angestrebten Weiterverkauf an die BNP Paribas am Leben gehalten.

Sind wir Deutschen eigentlich so blöde und merken noch nicht einmal wenn wir am hellichten Tage ausgeraubt werden, oder habe ich persönlich vom Industrie-/ Bankenverkauf zu Schnäppchenpreisen noch nichts mitbekommen ?

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