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10.06.2012

15:15 Uhr

Landesbanken

„Fusionen sind selten erfolgreich“

Exklusiv„Fusionen sind extrem schwierig und selten erfolgreich“, warnt der Vorstandschef der NordLB in einem Gespräch mit dem Handelsblatt. Warnend spricht er sich gegen zu hohe Eigenkapitalzuschläge aus.

Gunter Dunkel, Vorstandsvorsitzender der Norddeutschen Landesbank (NordLB) dpa

Gunter Dunkel, Vorstandsvorsitzender der Norddeutschen Landesbank (NordLB)

Berlin Der Vorstandschef der NordLB, Gunter Dunkel, sieht im Landesbankensektor „keine validen Fusionsszenarien“. Doch auch wenn sich die neuen Geschäftsmodelle als nachhaltig erweisen sollten, ist er pessimistisch, was die Konsolidierung unter den sieben selbstständigen Landesbanken angeht. „Fusionen sind extrem schwierig und selten erfolgreich“, warnt der Vorstandschef in einem Gespräch mit dem Handelsblatt.

Warnend spricht er sich gegen zu hohe Eigenkapitalzuschläge für Banken aus.  Mehr Eigenkapital sei nicht immer besser.  Denn „höhere Eigenkapitalanforderungen können Banken in profitablere aber riskantere Geschäfte treiben. Daher gehe er auch nicht davon aus, dass sich in Großbritannien künftig die sichersten Banken tummeln, weil sich die Regierung höhere Kapitalzuschläge vorbehalten hat. Nur begrenzt könne sich eine Bank auf eine Staatschuldenkrise wie jetzt in Spanien einstellen. „Wir sind bei der Refinanzierung deutlich konservativer ausgerichtet und haben unsere kompletten Verbindlichkeiten durchrefinanziert, um mögliche Krisen zu überstehen“, sagte Dunkel. Er sieht Spanien zwar unter Druck, doch das Land sei  „für mich kein Abschreibungskandidat“.

Von

fmd

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

12.06.2012, 23:02 Uhr

Ich denke auch, dass Landesbanken nicht weiter fusionieren sollten. Wenn dann eine Hops geht, bleibt der Krater noch übersichtlich (Naja so eine Bad Bank wie die EEA ist ja schon groß genug, oder?). Es bleiben eigentlich ja nur vier große Blöcke übrig.

Block 1 (München): BayernLB. Gehört quasi dem Bundesland Bayern. Die Sparkassen sind da faktisch raus. Das erfüllt so meine Definition eines (Frei-)Staatskonzerns. So groß genug und haben ihren ganz eigenen landespolitischen Soap-Operas.

Block 2 (Stuttgart): LBBW. Dazu gehören ja schon Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen und hat dort auch hier und da Sparkassenfunktion. Gehört komplett dem Land BW und den BW-Sparkassen.

Block 3 (Hannover): NordLB (inkl. Bremer Landesbank). Fusioniert nicht, sondern wächst dort rein wo Bedarf ist. Bedient als Girozentrale quasi alle Sparkassen im Norden inkl. Nordosten (Die Ossis hatten ja sowas nicht) und sogar in Schleswig-Holstein (weil ja die HSH so im Eimer ist). Gehört hauptsächlich dem Land NI und den Sparkassen in Niedersachsen.

Block 4 (Frankfurt): Helaba (inkl. WestLB). Wäre auch schön groß. Gehört vor allem den Sparkassen.



Sonstiges:

- Landesbank Berlin. Das ist gleichzeitig auch die Berliner Sparkasse. Gehört direkt der Sparkassen-Finanzgruppe zu 100% (Kein Bundesland oder Kommune beteiligt).

- HSH Nordbank. Keine Ahnung was mit denen wird. Gehört vor allem dem Land Hamburg und SH. Das cleverste für die SH-Sparkassen wäre es wenn dass die HSH zerschlagen wird. Wie die WestLB. Das Verbundgeschäft nimmt dann die NordLB, irgendetwas was nach Förderbank aussieht bekommen die Bundesländern, und der Rest bekommt Flowers geschenkt.

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