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25.08.2016

15:31 Uhr

Landesbanken

HSH sucht Käufer

HSH-Chef Stefan Ermisch hat den Auftrag, die Regionalbank zu verkaufen – oder sie abzuwickeln. Die Stadt Hamburg setzt auf einen Verkauf der Bank an eine andere Landesbank. Doch noch ist kein Käufer in Sicht.

Die HSH Nordbank muss auf Druck der EU-Kommission bis 2018 verkauft werden. dpa

HSH Nordbank in Hamburg

Die HSH Nordbank muss auf Druck der EU-Kommission bis 2018 verkauft werden.

HamburgDie Stadt Hamburg setzt auf einen Verkauf der HSH Nordbank an eine andere Landesbank. Laut Finanzsenator Peter Tschentscher gebe es aber auch andere Optionen. Grundsätzlich sei er zuversichtlich, dass die HSH trotz hoher Belastungen durch die Schiffskrise Interesse bei anderen Banken wecken werde.

„Ich gehe davon aus, dass strategische Investoren den Wert der HSH sehen“, sagte der SPD-Politiker. Er selbst sei bereits von Interessenten angesprochen worden.

Auch die beiden anderen norddeutschen Landesbanken leiden stark unter der Schiffskrise. Die NordLB will die Bremer Landesbank komplett übernehmen, um eine sich abzeichnende Kapitallücke bei der Tochter zu schließen. Derzeit ist das Land Bremen noch mit 41 Prozent an dem Institut beteiligt.

Aus Sicht von Tschentscher kommen auch andere Landesbanken als Partner für die HSH infrage. Auch diese müssten sich fragen, wo sie in zehn Jahren stehen wollten. BayernLB, LBBW, NordLB und Helaba haben jedoch bereits deutlich gemacht, dass sie kein Interesse an einer Übernahme der HSH haben.

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Die HSH Nordbank muss auf Druck der EU-Kommission bis 2018 verkauft werden. Gelingt dies nicht, wird das Institut mit seinen rund 2000 Beschäftigten abgewickelt. Für den öffentlich-rechtlichen Sektor birgt das Thema Sprengkraft, warnen Banker und Experten, schließlich ist die HSH Mitglied im Haftungsverbund von Sparkassen und Landesbanken. Sollte weder ein Börsengang noch ein Verkauf der HSH gelingen, müssten sich die Institute mit Rettungsmaßnahmen befassen.

Da alle Landesbanken abgewinkt haben, hoffen viele öffentlich-rechtliche Banker auf einen Käufer aus dem Ausland. Investmentbanker glauben, dass sich vor allem asiatische Institute die HSH ansehen werden. Sie haben ihren Marktanteil in der Schiffsfinanzierung in den vergangenen Jahren bereits ausgebaut, in Südkorea und China sind große Werften beheimatet.

Die HSH hatte unlängst zu ihrer Entlastung faule Kredite im Volumen von fünf Milliarden Euro an eine Zweckgesellschaft der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein übertragen. Im Gegenzug erhielt das Geldhaus 2,4 Milliarden Euro. Den Buchverlust von 2,6 Milliarden Euro rechnet die HSH gegen die Ländergarantie ab. Hamburg und Schleswig-Holstein, die zusammen 85 Prozent an der HSH Nordbank halten, hatten ihre Landesbank 2009 mit einer Kapitalspritze von drei Milliarden und einer Garantie von zehn Milliarden Euro gerettet, als das Geldhaus im Zuge der Finanzkrise zusammenzubrechen drohte. Die HSH hatte sich in eine gefährliche Lage gebracht, weil sie Anfang des Jahrtausends einen Börsengang anstrebte und rasch expandierte

Von

rtr

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