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05.04.2011

17:17 Uhr

Landesbanken

LBBW-Vorstand Schielke geht vorzeitig

LBBW-Vorstand Joachim Schielke wird auf eigenen Wunsch seinen Posten vorzeitig räumen. Sein Vertrag war erst vor einem knappen Jahr bis Ende 2012 verlängert worden.

LBBW-Chef Joachim Schielke geht vorzeitig in den Ruhestand. Quelle: dpa

LBBW-Chef Joachim Schielke geht vorzeitig in den Ruhestand.

StuttgartLBBW-Vorstand Joachim Schielke geht vorzeitig in den Ruhestand. Der 62-Jährige werde das sechsköpfige Führungsgremium Ende September auf eigenen Wunsch verlassen, teilte die Landesbank Baden-Württemberg am Dienstag in Stuttgart mit. Der Vertrag von Schielke, der in Personalunion auch Vorstandschef der LBBW-Tochter BW-Bank ist, wäre noch bis Ende 2012 gelaufen. Der Manager ist bei der größten deutschen Landesbank für das Firmenkundengeschäft verantwortlich. Sein Vertrag war erst Mitte 2010 verlängert worden.

Über die Besetzung des LBBW-Vorstands hatte es im vergangenen Jahr heftige Diskussionen gegeben, nachdem sich das Geldhaus massiv verspekuliert hatte und tief in die roten Zahlen gerutscht war. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen gegen amtierende und frühere Vorstände auf. Der Vorwurf lautete, es seien dreistellige Millionenbeträge in zu riskante Finanzgeschäfte investiert oder diese Investitionen nicht verhindert worden. Risikovorstand Bernhard Walter verließ damals das Geldhaus. Über die Nachfolge Schielkes auf den beiden Posten sei noch nicht entschieden worden, teilte die LBBW mit.

Möglicherweise wird bei der Präsentation der Jahresergebnisse am 20. April ein neuer Manager präsentiert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die LBBW im dritten Jahr in Folge tiefrote Zahlen geschrieben. Der Vorsteuerverlust liegt nach vorläufigen Zahlen bei rund 340 Millionen Euro. Im Jahr zuvor hatte das Institut noch einen Vorsteuerverlust von 1,2 Milliarden Euro verbucht. 2010 war die Landesbank vor allem von Europas Schuldenkrise hart getroffen worden. Die Belastungen aus Staatsrisiken summierten sich alleine auf rund 700 Millionen Euro. 2011 will die LBBW wieder schwarze Zahlen schreiben.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Karl-Heinz_Haeusser

19.01.2012, 12:25 Uhr

wenn wir nur noch Fehler suchen, dann werden wir nur noch Führungskräfte bekommen die nichts tun!!!
Wir brauchen eine neue Kultur im Umgang mit Fehlern oder vermeintlichen Fehlern

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