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22.01.2009

16:47 Uhr

Landesbanken

Oettinger: „Wir sind in konkreten Gesprächen“ über Südbank

Ein Zusammenschluss der größten deutschen Landesbank LBBW mit der BayernLB rückt nach den Worten von Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) näher. In Bayern stießen die Äußerungen Oettinger allerdings auf Zurückhaltung.

Die Zentrale der Landesbank Baden-Württemberg in Stuttgart. Foto: ap ap

Die Zentrale der Landesbank Baden-Württemberg in Stuttgart. Foto: ap

HB STUTTGART/MÜNCHEN. „Wir sind in konkreten Gesprächen“, sagte Oettinger am Donnerstag in Stuttgart. Zur bisher eher ablehnenden Haltung von Bayerns Regierungschef Horst Seehofer (CSU) sagte Oettinger: „Ich glaube, dass Seehofer weiß, dass die BayernLB allein auf Dauer nicht ideal aufgestellt ist.“

In Bayern stießen die Äußerungen von Oettinger auf Zurückhaltung. Der Vorsitzende der Trägerversammlung der Landesbank Baden- Württemberg sieht eine Fusionswelle kommen: „Wir werden in einem Jahr nennenswert weniger Landesbanken haben.“ Er unterstütze den Plan von Sparkassenpräsident Heinrich Haasis, bei den Landesbanken drei Blöcke zu schmieden. „Es laufen auch Sondierungen nach Norden“, sagte Oettinger. Dabei könnte es um das Mittelstandsgeschäft der WestLB gehen. Dies hatte der Regierungschef bereits vor Monaten angedeutet.

Aus dem Umfeld der bayerischen Sparkassen verlautete, die Gespräche mit der LBBW seien zwar nie abgerissen, doch sei nicht vor Ende dieses Jahres mit entsprechenden Schritten zu rechnen. „Beide Häuser müssen erst einmal stabilisiert werden.“ Auch in Finanzkreisen wird nicht mit einer baldigen Entscheidung gerechnet. Beide Landesbanken hätten genug mit der Bewältigung der Finanzkrise zu tun und könnten sich nicht mit aktuellen Fusionsverhandlungen beschäftigen. Beim bayerischen Finanzministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Zuletzt hatte Bayern einer Fusion der krisengeschüttelten Landesbank mehrfach eine Absage erteilt. Er sei nicht bereit, Risiken anderer Landesbanken zu schultern, hatte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) betont. Grundsätzlichen Gesprächen werde sich München aber nicht verweigern. Als weitere Option gilt eine Privatisierung der BayernLB.

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