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28.01.2010

14:44 Uhr

Landesbanken

Razzia bei BayernLB-Tochter

Böse Überraschung für die BayernLB. In Berlin wurde eine Tochter untersucht. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt wegen Untreue gegen frühere BayernLB-Vorstände.

Ein Blick in die Firmenzentrale der Bayerischen Landesbank. Quelle: dpa

Ein Blick in die Firmenzentrale der Bayerischen Landesbank.

HB MÜNCHEN/BERLIN. Das Milliardendesaster bei der BayernLB nimmt immer größere Dimensionen an. Nach einer Razzia bei der Landesbank im vergangenen Jahr rückten die Ermittler auch bei der BayernLB-Tochter Deutsche Kreditbank (DKB) in Berlin an. Die Federführung bei der Durchsuchung am Montag hatte die Staatsanwaltschaft in München. Die Münchner Ankläger ermitteln seit längerem wegen Untreue gegen frühere BayernLB-Vorstände.

In welchem Zusammenhang die Aktion in Berlin mit den bisherigen Ermittlungen steht, blieb aber unklar. "Zu den Inhalten möchten wir keine Angaben machen, da es sich nicht um Beschuldigte handelte, bei denen durchsucht wurde", sagte der Münchner Staatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch. Die DKB habe mit den Ermittlern kooperiert. Die DKB gehört seit 1995 vollständig zur BayernLB und ist vor allem als Internet-Bank im Privatkundengeschäft tätig. Zudem gibt sie - unter anderem als Kooperationspartner der Lufthansa - Kreditkarten heraus.

Die bisherigen Ermittlungen gegen frühere BayernLB-Vorstände beziehen sich auf den Verdacht, dass die BayernLB beim Kauf der österreichischen Bank Hypo Alpe Adria (HGAA) bewusst einen zu hohen Kaufpreis gezahlt hat. Das Desaster hat die bayerischen Steuerzahler bereits 3,7 Mrd. Euro gekostet und soll von Februar an in einem Untersuchungsausschuss im Landtag aufgearbeitet werden.

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