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05.12.2012

16:05 Uhr

LBB wird zur „Berliner Sparkasse“

Landesbank legt auch ihren Namen ab

Die Landesbank Berlin (LBB) schrumpft nicht nur zur Großsparkasse, sie wird in Zukunft auch Sparkasse heißen. Die LBB legt sich den Traditionsnamen „Berliner Sparkasse“ zu. Deutschland hat wieder eine Landesbank weniger.

Neuer Schilder sind fällig: Die Zentrale der Landesbank Berlin, die bald gänzlich „Berliner Sparkasse“ heißen wird. ap

Neuer Schilder sind fällig: Die Zentrale der Landesbank Berlin, die bald gänzlich „Berliner Sparkasse“ heißen wird.

BerlinDie Landesbank Berlin (LBB) konzentriert sich künftig auf das regionale Sparkassengeschäft. Die Kapitalmarkt- und gewerblichen Immobiliengeschäfte sollen ausgelagert werden. Das kündigte der Vorstand den Angestellten in einem Brief an, der der dpa am Mittwoch vorlag. Der Name LBB wird demnach wegfallen. Das Geschäft mit den meist regionalen Privat- und Geschäftskunden läuft dann unter dem Traditionsnamen „Berliner Sparkasse“.

Die LBB-Tochtergesellschaft Berlin Hyp soll eigenständig werden und für die 400 deutschen Sparkassen das überregionale Immobilienfinanzierungsgeschäft übernehmen. Das kundenbezogene Geschäft an den Kapitalmärkten wird an die Deka Bank übergeben.

Landesbank Berlin: Schrumpfkur zur Großsparkasse

Landesbank Berlin

Schrumpfkur zur Großsparkasse

Das Kapitalmarktgeschäft der Landesbank geht an die DekaBank.

Darauf hätten sich die regionalen Sparkassenverbände am Montag geeinigt. Der Vorstand betonte: „Die Berliner Sparkasse, seit jeher prägender Kern unserer Bank, würde somit in ihren Märkten und gegenüber unseren Kunden deutlich sichtbarer werden.“

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) soll am 12. Dezember allen Sparkassen die Entscheidung erläutern. Die entsprechenden Gremien sollen die endgültigen Beschlüsse im ersten Quartal 2013 fassen. Die Umstrukturierung wird dann noch viele Monate dauern.

Wo Banker die größten Probleme sehen

Bankenaufsicht und Regulierung

Die größten Probleme sehen die Manager von Finanzhäusern in der verschärften Bankenaufsicht und der Regulierung. 94 Prozent nannten dies als größte Herausforderung der Branche für die Jahre 2013 bis 2015. Die Unternehmensberatung Steria Mummert und Forsa befragten 120 Führungskräfte aus 120 Kreditinstituten. 100 davon aus Deutschland, 20 aus Österreich. Die Studie wurde im November 2012 veröffentlicht.

Kosten

An zweiter Stelle stehen die Kosten: 75 Prozent der Bank-Manager sehen den Renditedruck auf der Branche lasten.

Risikomanagement

Im Zuge der Finanzkrise und der verschärften Regulierung müssen die Banken besser mit ihren Risiken umgehen. Dementsprechend sehen immerhin 74 Prozent der befragten Banker den Umbau des Risikomanagements als Herausforderung.

Vertrieb und Kundenmanagement

Ebenfalls große Probleme sehen die Finanzhäuser im Vertrieb und Kundenmanagement. Hier sehen 71 Prozent der Bank-Lenker Herausforderungen.

Wettbewerb

Neue Anbieter, auch aus fremden Branchen, drängen in das Stammgeschäft der Geldhäuser. 71 Prozent der Finanzmanager sehen dies als Problem.

Finanz- und Schuldenkrise

Die Situation auf den Finanzmärkten belastet natürlich auch die Banken. Dementsprechend beobachten 70 Prozent der Geldhaus-Lenker die Lage in Griechenland und den Kapitalmärkten gespannt.

Demographische Entwicklung

Mit etwas Abstand, aber dennoch mit großer Sorge, betrachten die Banker die Alterung der Bevölkerung. Die demographische Entwicklung betrachten immerhin 68 Prozent der von Steria Mummert und Forsa befragten als Herausforderung.

Optimierung der Geschäftsprozesse

Rund 63 Prozent der Geldhaus-Manager erachten den Umbau von Betriebsabläufen als Herausforderung.

Konjunktur

Weniger Sorge bereitet den Bank-Lenkern offenbar die Entwicklung der Konjunktur. Nur 53 Prozent gaben dies als Problem an.

Kreditrisiko

Kreditrisiken bringen die Banker auch nicht um den Schlaf: Nur 39 Prozent bereitet dieses Thema Sorgen.

Optimierung der Informationstechnik

Die Verbesserung der hauseigenen Computersysteme sehen 38 Prozent der Befragten als Herausforderung.

Liquiditätsmanagement

Die geringsten Sorgen bereitet den Bank-Lenkern das Liquiditätsmanagement. Nur 32 Prozent sehen dies als Problem.

Von

dpa

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