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20.10.2011

19:30 Uhr

Lehman-Skandal

KfW einigt sich mit Ex-Vorstand Fleischer

Kurz vor der Pleite der Lehman Brothers überwies KfW-Vorstand Fleischer rund 320 Millionen Euro an die US-Bank - und löste empörte Reaktionen aus. Nun hat sich die Bank mir ihrem Ex-Manager auf eine Strafe verständigt.

Ex-Vorstandsmitglied der KfW, Peter Fleischer. ap

Ex-Vorstandsmitglied der KfW, Peter Fleischer.

Frankfurt/BerlinDie staatliche KfW-Bank hat sich gut drei Jahre nach einer Millionenüberweisung an die US-Pleitebank Lehman Brothers mit ihrem Ex-Vorstand Peter Fleischer geeinigt. Ein Sprecher bestätigte am Donnerstag einen Bericht der Zeitung „Die Welt“. Die KfW habe im Auftrag des Verwaltungsrats einen Vergleich mit Fleischer geschlossen. Zu Details wollte er sich nicht äußern. „Die Welt“ schrieb, der entlassene Manager erhalte zunächst eine sechsstellige Einmalzahlung und nach einer Übergangszeit eine Pension. 

Die KfW hatte am Morgen des 15. September 2008 in einem Devisengeschäft knapp 320 Millionen Euro an Lehman überwiesen - die US-Investmentbank war aber schon in die Insolvenz gerutscht. Der KfW-Verwaltungsrat aus Bund und Ländern hatte deshalb die Vorstandsmitglieder Fleischer und Detlef Leinberger entlassen. Fleischer hatte gegen die Kündigung geklagt. Die Bank warf ihm nach Angaben der „Welt“ vor, nicht genug Vorkehrungen getroffen zu haben, um die Fehlüberweisung zu verhindern. Fleischer habe dies zurückgewiesen und argumentiert, die entscheidenden Fehler seien an anderer Stelle in der Bank gemacht worden. In diesem Zusammenhang seien auch Vorwürfe gegen Bankchef Ulrich Schröder laut geworden. 

Die KfW hatte laut Zeitung bereits im Sommer 2010 ein ähnliches Vergleichsangebot gemacht, was sie aber nach Intervention aus der Bundesregierung zurückgezogen habe. Ein neues Angebot mit deutlich schlechteren Konditionen habe der Manager abgelehnt. Mit Leinberger hatte sich die KfW Ende 2010 auf einen Vergleich geeinigt.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

20.10.2011, 22:57 Uhr

Ja, so gehts, mit List und Tücke an verantwortliche und hochbezahlte Positionen gelangen und dann durch grenzenlose Dämlichkeit Schäden verursachen, die, wie immer,vom Steuerzahler korrigiert werden muß. Die Quintessenz, dicke Abfindung und eine Pension von mind. 20 Rentnern. Die verantwortlichen Pflaumen von der KfW müssen, weil vereinbart, auch diesen Schaden ja nicht tragen. Alles Gründe, um bei Erkenntnis die Bevölkerung auf die Barrikaden treiben müßte. Scheinbar gehts allen Bürgern so gut, daß über solche Kleinigkeiten milde herabgesehen wird.

Mazi

21.10.2011, 15:49 Uhr

Wenn die Bundesregierung seinerzeit nicht zustimmte, weshalb sollte sie es jetzt tun?

Ist das die neue Form der Hartz IV-Empfaenger? Also Hartz V, die teurere Sorte?

Geht es noch?

Ja, ja. Die Kfw zahlt bei jedem Wetter.

Abgezockter

23.10.2011, 18:09 Uhr

Die KfW ist eine Förderbank, offensichtlich also auch für Hinausbeförderte!

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