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06.09.2013

02:46 Uhr

Libor-Skandal

ICAP vor Deal mit Aufsichtsbehörden

Die Banken Barclays-Bank, RBS und UBS haben schon einen Vergleich geschlossen und hunderte Millionen Strafe gezahlt. Nun reiht sich ein weiteres Finanzunternehmen ein. ICAP will Ermittlungen im Libor-Skandal loswerden.

Finanzdistrikt in London: Mit ICAP steht ein weiteres Finanzunternehmen vor einem Vergleich mit den Aufsichtsbehörden im Libor-Skandal. dapd

Finanzdistrikt in London: Mit ICAP steht ein weiteres Finanzunternehmen vor einem Vergleich mit den Aufsichtsbehörden im Libor-Skandal.

LondonDas Finanzunternehmen ICAP steht nach Berichten der Nachrichtenagenturen Reuters und Bloomberg vor einer Einigung mit britischen und amerikanischen Aufsichtsbehörden über eine Beendigung der Untersuchungen im Libor-Skandal. Die Aufsichtsbehörden werfen dem Inter-Dealer-Broker vor aktiv an der Manipulation von Referenzzinssätzen im Interbankenhandel beteiligt gewesen zu sein.

Eine Einigung über eine Strafzahlung mit der US Justizbehörde, der US-Aufsichtsbehörde für den Warenterminhandel, Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und der britischen Bankenaufsicht, Financial Conduct Authority, sei frühestens in diesem Monat zu erwarten, berichtet Bloomberg. Die Strafe sei ähnlich hoch zu erwarten wie bei der Barclays Bank im Juni 2012. Das Finanzinstitut einigte sich mit den Aufsichtsbehörden auf eine Zahlung von 360 Millionen Euro, damit weitere Ermittlungen gegen die Bank eingestellt wurden. Im Gegenzug verpflichtete sich Barclays dazu, keine Beweismittel bei der Untersuchung der möglichen Manipulation der Benchmark für Zinsderivate, Isdafix, zurückzuhalten.

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Im Juni 2012 wurden die Manipulationen des Zinssatzes durch die Barclays-Bank entdeckt. Heute stehen auch die Banken Bank of America, Mitsubishi-UFJ, Citi, Credit Suisse, die Deutsche Bank, HSBC, JP Morgan, Lloyds, Royal Bank of Scotland (RBS) und UBS unter Verdacht, an den Manipulationen mitgewirkt zu haben. Die Royal Bank of Scotland zahlte in einem Vergleich 455 Millionen Euro und die schweizerische UBS 1,2 Milliarden Dollar an die Aufsichtsbehörden.

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