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25.11.2015

19:48 Uhr

Libor-Streit

Barclays zahlt 14 Millionen Dollar an US-Investoren

Barclays hat sich 2012 als erste Bank mit den Behörden in den USA und Großbritannien auf einen Vergleich im Libor-Streit geeinigt. Doch damit war das Thema nicht durch. Die Großbank muss nun erneut Millionen zahlen.

Barclays hatte zugegeben, den Libor zwischen August 2007 und Januar 2009 mit einem zu niedrigen Zinssatz gemeldet zu haben. dpa

Manipulationen am Libor

Barclays hatte zugegeben, den Libor zwischen August 2007 und Januar 2009 mit einem zu niedrigen Zinssatz gemeldet zu haben.

New YorkDie britische Großbank Barclays hat ihren Rechtsstreit mit US-Investoren wegen Manipulationen am Referenzzinssatz Libor beigelegt. Die vorläufige Einigung vor einem Gericht in Manhattan am Dienstagabend sieht die Zahlung von 14 Millionen Dollar an die Anteilseigner vor. Ein Banksprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Die Investoren werfen der Bank vor, mit Libor-Manipulationen den Aktienkurs künstlich in die Höhe getrieben zu haben. An dem Tag, an dem Barclays eine Verwicklung in den Skandal eingeräumt hatte, sei der Kurs dann deutlich eingebrochen.

Das Finanzinstitut hatte sich 2012 als erste Bank mit den Behörden in den USA und Großbritannien auf einen Vergleich über 453 Millionen Dollar geeinigt. Barclays hatte zugegeben, den Libor zwischen August 2007 und Januar 2009 mit einem zu niedrigen Zinssatz gemeldet zu haben.

In den Libor-Skandal sind weltweit mindestens 16 Geldhäuser verwickelt, darunter die Deutsche Bank, Credit Suisse und UBS. Am Libor und verwandten Referenzzinsätzen hängen Geschäfte in einem Volumen von vielen hundert Billionen Dollar, wodurch sich schon durch kleine Bewegungen hohe Gewinne erzielen lassen.

Von

rtr

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