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05.04.2017

16:50 Uhr

Lloyds Bank

Britische Großbank streicht Hunderte Stellen

Im Zuge der Digitalisierung wickeln Kunden ihre Bankgeschäfte vermehrt im Internet ab. Das hat Auswirkungen auf die örtlichen Filialen. In Großbritannien macht die Großbank Lloyds weitere 100 Zweigstellen dicht.

Beim britischen Geldinstitut sind die Maschinen und Computer auf dem Vormarsch. Reuters

Lloyds-Bank

Beim britischen Geldinstitut sind die Maschinen und Computer auf dem Vormarsch.

LondonDie britische Großbank Lloyds macht angesichts des Online-Banking-Booms weitere 100 Filialen dicht. Damit fielen 325 Stellen weg, teilte das Geldhaus am Mittwoch mit. Dies sei Teil eines bereits angekündigten Sparprogramms, das die Schließung von insgesamt 200 Niederlassungen vorsehe.

Anfang der Woche hatte Großbritanniens größte Hypothekenbank angekündigt, einen Teil der Zweigstellen nur noch mit zwei Mitarbeitern mit Tablet-Computern auszustatten. Weil immer mehr Kunden ihre Bankgeschäfte im Internet abwickelten, hätten diese Filialen keine klassischen Bankschalter mehr. Geld einzahlen könnten die Kunden an Selbstbedienungsterminals, Hypothekenberater würden per Video zugeschaltet.

Lloyds hat in Großbritannien nach eigenen Angaben 2000 Zweigstellen und rund 75.000 Beschäftigte. Nach dem weiteren Verkauf von Anteilen durch die Regierung in dieser Woche rechnet das Institut damit, sich kommenden Monat ganz aus der staatlichen Eigentümerschaft lösen zu können. Der Staat hatte für die Bank auf dem Höhepunkt der Finanzkrise ein milliardenschweres Rettungspaket geschnürt. Vergangenes Jahr fuhr Lloyds den höchsten Gewinn seit einem Jahrzehnt ein.

Von

rtr

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