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26.10.2016

12:05 Uhr

Lloyds

Brexit-Votum schadet britischer Großbank kaum

Der britischen Großbank Lloyds kostet das Brexit-Votum kaum Gewinne. Das Geldhaus erzielt trotz aller Befürchtungen einen Vorsteuergewinn von fast zwei Milliarden Pfund.

Lloyds gilt als führende Privatkundenbank unter den britischen Geldhäusern. dpa

Lloyds-Filiale in London

Lloyds gilt als führende Privatkundenbank unter den britischen Geldhäusern.

LondonDas britische Anti-EU-Referendum hat entgegen den ursprünglichen Befürchtungen zunächst keine großen Spuren in der Bilanz der Großbank Lloyds hinterlassen. Der Vorsteuergewinn fiel im dritten Quartal nur leicht auf 1,9 (Vorjahr: 1,97) Milliarden Pfund, umgerechnet 2,12 Milliarden Euro, wie das Geldhaus am Mittwoch mitteilte. Bankchef Antonio Horta-Osorio sagte, das überraschende Brexit-Votum von Ende Juni habe sich bislang kaum auf Konsumenten und Unternehmen auf der Insel ausgewirkt. Langfristig brauche es aber Investitionen in Infrastruktur und Wohnungsbau, um eine Eintrübung der Wirtschaft zu verhindern.

Lloyds ist von allen britischen Geldhäusern als führende Privatkundenbank am stärksten abhängig vom Heimatmarkt. Seit dem Referendum haben die Aktien rund ein Viertel an Wert verloren. Am Mittwoch ging es mehr als drei Prozent bergab.

Lloyds wurde in der Finanzkrise 2008 mit 20,5 Milliarden Pfund Steuergeld gerettet. Seitdem kämpft das Institut immer wieder mit Altlasten. Im abgelaufenen Quartal wurde eine weitere Milliarde Pfund zurückgelegt, um Kunden zu entschädigen.

Von

rtr

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