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29.06.2016

15:10 Uhr

Lloyds

Großbank streicht erneut Hunderte Jobs und schließt Filialen

Die britische Großbank Lloyds baut mehr als 500 weitere Stellen ab und schließt bis zum Herbst 23 Filialen. Weil immer mehr Bankgeschäfte über das Internet abgewickelt werden, baut Lloyds massiv Kosten ab.

Das überraschende Nein der Briten zur EU in der vergangenen Woche zwingt Bankvorstände dazu, ihre Geschäftsmodelle neu zu überdenken. AP

Lloyds

Das überraschende Nein der Briten zur EU in der vergangenen Woche zwingt Bankvorstände dazu, ihre Geschäftsmodelle neu zu überdenken.

LondonDie britische Großbank Lloyds baut erneut Hunderte Arbeitsplätze ab und schließt bis zum Herbst 23 Filialen. Wie das führende Hypothekeninstitut auf der Insel am Mittwoch bestätigte, fallen abzüglich neu geschaffener Jobs insgesamt 525 Stellen weg. Insider sprachen von 640 Beschäftigten aus dem IT- und Backoffice-Bereich, die am Mittwoch über die Streichung ihres Arbeitsplatzes informiert worden seien. Weil immer mehr Bankgeschäfte über das Internet abgewickelt werden, baut Lloyds massiv Kosten ab. In diesem Jahr hat die Großbank bereits den Wegfall von 3580 der insgesamt 75.000 Stellen angekündigt.

Das überraschende Nein der Briten zur EU in der vergangenen Woche zwingt Bankvorstände dazu, ihre Geschäftsmodelle neu zu überdenken. Das Brexit-Votum hatte zu einem massiven Ausverkauf bei Bank-Aktien geführt. Weil Lloyds beim geplanten Abbau von insgesamt rund zehn Prozent der Beschäftigten zügig vorankomme, könnte das Institut noch tiefere Einschnitte in Erwägung ziehen, sagten zwei Insider zu Reuters. Regierungskreisen zufolge hat London den geplante weiteren Abbau der Lloyds-Beteiligung angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten erstmal auf Eis gelegt. Lloyds musste in der weltweiten Finanzkrise 2008 mit Steuergeld in Höhe von 20,5 Milliarden Pfund gerettet werden.

Von

rtr

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