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03.01.2017

09:42 Uhr

LSE und Deutsche Börse

Londoner Börse verkauft Tochter Clearnet

Die Londoner Börse verkauft ihre Pariser Abrechnungs- und Abwicklungstochter LCH Clearnet an den Konkurrenten Euronext. Damit sollen kartellrechtliche für die geplante Fusion mit der Deutschen Börse ausgeräumt werden.

Der Verkauf der LSE-Clearingtochter soll Wettbewerbshüter und Frankreich milde stimmen. dpa

London Stock Exchange

Der Verkauf der LSE-Clearingtochter soll Wettbewerbshüter und Frankreich milde stimmen.

London/Frankfurt Die Londoner Börse (LSE) räumt eine Hürde beim geplanten Zusammenschluss mit der Deutschen Börse wie erwartet aus dem Weg. Die Briten verkaufen ihre Pariser Abrechnungs- und Abwicklungstochter LCH Clearnet an den Konkurrenten Euronext. Sollte die Fusion zwischen Deutscher Börse und LSE gelingen, geht LCH damit für 510 Millionen Euro in bar an die Euronext mit Sitz in Amsterdam. Das teilten die LSE und die Deutsche Börse am Dienstag mit. Die EU-Kommission muss dem Vorhaben aber noch zustimmen. Die Clearingstellen sind zwischen den Vertragsparteien einer Transaktion angesiedelt und übernehmen das gegenseitige Ausfallrisiko. Dafür müssen Marktteilnehmer ihnen Sicherheiten zur Verfügung stellen.

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Die EU-Kommission hat weiter Bedenken wegen der Fusion von Deutscher Börse und London Stock Exchange. Die Liste der Bedenken ist zwar kürzer geworden, aber ein wichtiger Aspekt bereitet den Kommissaren Sorgen.

Mit dem Verkauf des französischen Abwicklungshauses Clearnet will die LSE zum einen Bedenken der EU-Wettbewerbshüter gegen die gut 25 Milliarden Euro schwere Fusion mit der Deutschen Börse ausräumen. Zum anderen soll auch Frankreich milde gestimmt werden. Das Land fürchtet einen übermächtigen Konzern, der einen Großteil der Finanzmarkt-Infrastruktur in Europa kontrollieren und die Euronext dadurch an den Rand drücken könnte. Die Deutsche Börse und die LSE wollen den mit Abstand größten europäischen Börsenbetreiber schmieden.

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