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26.01.2007

09:06 Uhr

Lukratives Spezialgeschäft

Allianz kooperiert mit Yachtbauer Sunseeker

VonRita Lansch

Die Versicherung von Schiffen entwickelt sich zu einem lukrativen Spezialgeschäft. Es verwundert daher nicht, dass die Allianz einen neuen Vertriebsansatz verfolgt: Die Kooperation mit Herstellern. Mit Sunseeker hat sich der Versicherer einen Spitzenhersteller als Partner gesichert.

DÜSSELDORF. Viele Besucher der Bootsmesse in Düsseldorf besitzen zwar ein Schiff oder planen, ein solches anzuschaffen. Doch an die Versicherung wird nur in zweiter Linie gedacht – sie ist anders als bei Autos auch keine Pflicht. Es verwundert daher nicht, dass die Allianz jetzt mit dem britischen Bootsbauer Sunseeker einen neuen Vertriebsansatz verfolgt: Die Kooperation mit Herstellern – ein Trend, der auch in der Autoversicherung zu beobachten ist.

Mit Sunseeker hat sich die Allianz einen Spitzenhersteller als Partner gesichert. Der Schiffsbauer hat auch die Yachten für den aktuellen James Bond Film geliefert. „Sunseeker gehört im Yachtgeschäft zu den drei Top-Adressen der Welt“, bestätigt Deutschlandgeschäftsführer Knud Schäfer. „Das Renommee der beiden Marken passt hervorragend zusammen“, freut sich Walter Szabados, Gründer der Euroship Assekuradeurgesellschaft (Esa), über die auch die Kooperation läuft. Vor fünf Jahren ist die Allianz bei der Esa eingestiegen. Ihr gehören mittlerweile 51 Prozent. „Wir versichern alles vom Paddelboot bis zur Mega-Yacht mit Hubschrauberlandeplatz“, sagt Szabados. In der europäischen Binnenschifffahrt zähle Esa zu den Marktführern.

Esa generiert aus den Bereichen Wassersport und gewerbliche Schifffahrt 32 Mill. Euro an Beiträgen. Die Wachstumsrate 2006 lag bei 12,5 Prozent. „Das Geschäft brummt“, sagt Szabados. Vor allem in den Benelux-Staaten seien viele neue Schiffe im Bau. Im Markt operieren dennoch nur eine Hand voll Spezialisten. Der Grund: „Es kommt entscheidend auf die Expertise an“, so der Allianz-Fachmann. Esa beschäftigt deshalb Kapitäne, Maschinenbauingenieure und Bootsbauer. Auch die technische Ausstattung sei wichtig: „Wir wissen genau, wie viele Boote wir in welchem Hafen liegen haben.“ Das zahlt sich offenbar aus: Pro Beitrags-Euro gehen nur 88 Cent für Schäden und Kosten drauf.

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