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20.08.2013

09:53 Uhr

Manipulation am Energiemarkt?

US-Justizministerium ermittelt offenbar gegen JPMorgan

Der Energiehandel der US-Großbank JP Morgan steht auf dem Prüfstand. Das Justizministerium ermittelt Medienberichten zufolge wegen möglicher Manipulationen. Dabei hat JP Morgan bereits ein Verfahren am Hals.

Die Großbank JP Morgan ist im Visier der US-Aufsicht. Wieder einmal. Reuters

Die Großbank JP Morgan ist im Visier der US-Aufsicht. Wieder einmal.

New YorkDas US-Justizministerium ermittelt einem Zeitungsbericht zufolge wegen möglicher Manipulationen am Energiemarkt gegen die US-Großbank JPMorgan. Die Untersuchung befinde sich in einem frühen Stadium, berichtete das „Wall Street Journal“ am Montag unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Unklar sei, ob es um strafrechtliche oder zivilrechtliche Fragen gehe. Ein JPMorgan-Sprecher sowie das Justizministerium lehnten Stellungnahmen ab.

Erst Ende Juli hatte JPMorgan im Streit um Manipulationen am Energiemarkt einen Vergleich mit der Energieaufsicht FERC geschlossen, die daraufhin ihre Ermittlungen einstellte. Sie hatte der Bank vorgeworfen, in den Jahren 2010 und 2011 versucht zu haben, mit einer zweifelhaften Strategie Gewinne nach oben zu treiben. Das Justizministerium gehe nun ebenfalls einigen dieser Vorwürfe nach, berichtete das Blatt. Die Ermittlungen leite der New Yorker Staatsanwalt Preet Bharara.

Größte Investmentbanken im globalen Fusionsgeschäft

Rang 10

Deutsche Bank

41 Milliarden Dollar*

(-61 Prozent gg. Vorjahr)

*alle Zahlen: Betreutes Übernahmevolumen weltweit im 1. Quartal 2013 / Quelle: Merger Market

Rang 9

Centerview Partners

48 Milliarden Dollar

(+631 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 8

Citi

52 Milliarden Dollar

(-49 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 7

Barclays

55 Milliarden Dollar

(-51 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 6

Morgan Stanley

57 Milliarden Dollar

(-41 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 5

Credit Suisse

69 Milliarden Dollar

(-27 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 4

Lazard

70 Milliarden Dollar

(+132 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 3

Bank of America Merrill Lynch

90 Milliarden Dollar*

(+43 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 2

Goldman Sachs

104 Milliarden Dollar

(-14,5 Prozent gg. Vorjahr)

Rang 1

JPMorgan

124 Milliarden Dollar*

(+6,5 Prozent gg. Vorjahr)

*alle Zahlen: Betreutes Übernahmevolumen weltweit im 1. Quartal 2013 / Quelle: Merger Market

Dieser hatte zuletzt zwei Ex-Mitarbeiter der Bank wegen Betrugs und Bilanzfälschung im Skandal um einen früheren Derivate-Händler angeklagt. Dieser versenkte mit fehlgeschlagenen hochriskanten Geschäften 6,2 Milliarden Dollar, was ihm den Spitznamen „Wal von London“ eintrug.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Mazi

21.08.2013, 21:50 Uhr

"Ringeschäfte" funktionieren in Deutschland genauso. Nichts Neues also.

Das Problem liegt darin, dass in den Aufsichtsbüros vorwiegend Leute sitzen, die keine praktische Erfahrung oder aber nicht in diesem Spezialgebieten haben.

Andere behaupten, dass es sich gar um Lobbyisten handelt.

Bevor extern durchgegriffen wird, muss man zuerst das eigene Haus bestellen, zumindest nicht vernachlässigen. Zugegeben ist es schwierig von der Präsidentin der BAFin zu erwarten, dass sie die Banken im Griff hat, verfügt sie doch als ehemalige Buchhalterin einer Versicherung und Consultant in der Versicherungsbranche über keinerlei bankfachmännisch, geschweige denn händlerische Erfahrung zur Beurteilung der kritischen Fragestellungen.

Nach Herrn Sanio wäre es wichtig gewesen die Schwachstellen auszumerzen, einen Neuanfang zu wagen, statt die Schwächen zu extrapolieren.

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