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18.01.2007

11:34 Uhr

Markenstrategie geplant

Allianz sammelt ihre Töchter um sich

Nach dem hervorragend verlaufenen Geschäftsjahr 2006 aber und dem fast völligen Ausbleiben großer Schäden sind die Kasse der Allianz derart voll, dass sie sich nun auf Einkaufstour begibt. Auf der Shoppingliste: die komplette Allianz Leben und die französische Tocher AGF. Eine internationale Markenstrategie ist auch schon geplant.

Die Allianz sammelt ihre Töchter um sich. Der Versicherer übernimmt die AGF und die Allianz Leben jetzt vollständig. Foto. dpa dpa

Die Allianz sammelt ihre Töchter um sich. Der Versicherer übernimmt die AGF und die Allianz Leben jetzt vollständig. Foto. dpa

cha / HB DÜSSELDORF. Europas größter Versicherungskonzern Allianz will die noch ausstehenden Anteile an seiner französischen Tochter Assurances Generales de France SA (AGF) und an der deutschen Allianz Lebensversicherungs-AG komplett übernehmen. Damit wird der Münchener Konzern – wie nach der vollständigen Übernahme der italienischen Tochter RAS im Vorjahr erwartet – seine Struktur weiter verschlanken und seine Marktposition in Europa stärken. Für beide Transaktionen zusammen wird die Allianz insgesamt rund 10,5 Mrd Euro in bar und Aktien zahlen.

Ein Sprecher des Konzerns sagte dem Handelsblatt, es sei vorerst nicht beabsichtigt, den Namen AGF in Allianz umzuwandeln. "Das ist nicht auf der Tagesordnung". Derzeit läuft in Frankreich für die AGF eine nationale Werbekampagne. Im Rahmen einer weltweiten Aktion will der Konzern im Lauf des Jahres allerdings auch in Frankreich für den Namen Allianz werben. Langfristig, so der Sprecher, sei dies eine Frage der Markenbewertung, diese werde regelmäßig evaluiert, man werde die Entwicklung in Ruhe abwarten.

Der Vorstoß zur kompletten Übernahme sei aus Frankreich gekommen, hieß es. AGF-Chef Jean-Philippe Thierry, der wichtige Funktionen in der Konzernführung der Allianz inne hat, hatte sich bereits vor vielen Monaten klar gemacht, dass die Komplettübernahme langfristiges Ziel der Allianz sei. Doch hatten die Münchener angesichts des hohen Preises der AGF-Aktien mit einem Angebot lange Zeit gezögert.

Für die vollständige Übernahme der AGF und des Stuttgarter Lebensversichers müssen die Münchener nicht den Kapitalmarkt anzapfen. „Es wird keine Bar-Kapitalerhöhung geben“, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Die Finanzierung erfolge aus bereits genehmigtem Kapital. Die Allianz lässt sich die Transaktionen insgesamt 10,5 Mrd. Euro kosten - knapp drei Mrd. entfallen dabei auf Aktien, der Rest auf interne Gelder.

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