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11.05.2016

16:47 Uhr

Martin Blessing

Ex-Commerzbank-Chef wechselt zur UBS

Wenige Tage nach seinem Abschied als Commerzbank -Chef hat Martin Blessing einen neuen Spitzenjob. Damit bringt sich der ehemalige McKinsey-Berater auch in Stellung, um später UBS-Konzernchef Sergio Ermotti zu beerben.

Der Ex-Commerzbank-CEO könnte seine Karriere in der Schweiz fortsetzen. AP

Martin Blessing

Der Ex-Commerzbank-CEO könnte seine Karriere in der Schweiz fortsetzen.

FrankfurtDie Job-Pause des Ex-Commerzbank-Vorstandschefs Martin Blessing wird nur vier Monate wären. Nach dem freiwilligen Abgang bei der zweitgrößten deutschen Geschäftsbank Ende April wird der 52-Jährige bei der Schweizer Großbank UBS anheuern. Er wird zum 1. September dort in den Vorstand einziehen.

Blessing wird in Zürich die operativen Aufgaben des bisherigen Schweiz-Chefs Lukas Gähwiler übernehmen, teilte die UBS am Mittwoch mit. Zum Verantwortungsbereich Blessings wird neben der Verantwortung für den Heimatmarkt der UBS auch das „Personal & Corporate Banking“ gehören, das fast ein Drittel zum Vorsteuergewinn beiträgt. Gähwiler zieht sich laut UBS „auf eigenen Wunsch“ auf die strategische Funktion als Chairman der Region Schweiz zurück.

Vorstandschef Sergio Ermotti sagte, die UBS gewinne „einen Vollprofi mit starkem Leistungsausweis und viel Erfahrung in allen Bereichen des Geschäfts“ und lobte: „Ich bin mir sicher, dass er unser Geschäft in der Schweiz und darüber hinaus weiter voranbringen wird.“ Beobachtern zufolge ist Blessing neben Investmentbanking-Chef Andrea Orcel, Vermögensverwaltungschef Jürg Zeltner und Amerika-Chef Tom Naratil einer der Kandidaten, die Ermotti beerben könnten. Er hatte seinen Job 2011 angetreten und macht bisher keine Anstalten abzutreten. So lange der frühere Bundesbank-Chef Axel Weber Präsident der UBS ist, ist es ohnehin unwahrscheinlich, dass ein Deutscher Konzernchef wird. Denn üblicherweise bekleidet ein Schweizer einen der beiden Top-Posten bei der UBS.

Die größten Banken Europas (nach Marktkapitalisierung)

Platz 10

Intesa Sanpaolo
Italien
28,472 Milliarden Euro

Stand: Anfang Juli 2016. Quelle: S&P Global Market Intelligence

Platz 9

Nordea Bank
Schweden
30,411 Milliarden Euro

Platz 8

Banco Bilbao
Spanien
32,701 Milliarden Euro

Platz 7

ING Groep
Niederlande
35,7527 Milliarden Euro

Platz 6

PAO Sberbank of Russia
Russland
40,396 Milliarden Euro

Platz 5

UBS Group
Schweiz

43,209 Milliarden Euro

Platz 4

Lloyds Banking Group

Großbritannien

46,368 Milliarden Euro

Platz 3

Banco Santander

Spanien

49,393 Milliarden Euro

Platz 2

BNP Paribas

Frankreich

49,495 Milliarden Euro

Platz 1

HSBC

Großbritannien

110,804 Milliarden Euro

Blessing hatte im November überraschend mitgeteilt, dass er seinen Vertrag bei der Commerzbank trotz eines Angebots von Aufsichtsratschef Klaus-Peter Müller nach acht Jahren im Amt nicht verlängern wolle. Er sah die letzte Gelegenheit, beruflich noch etwas Neues anzufangen. Am 30. April hatte Blessing seinen letzten Arbeitstag in Frankfurt.

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