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14.01.2005

16:49 Uhr

Massiver Stellenabbau geplant

Umbau verhagelt Deutscher Bank das Quartalsergebnis

Der umfangreiche Umbau der Deutschen Bank wird dem Konzern das Ergebnis im vierten Quartal 2004 verhageln und im Schlussquartal rund 600 Millionen Euro kosten.

HB FRANKFURT. Trotzdem erwartet die Bank für den Zeitraum von Oktober bis Dezember noch schwarze Zahlen. „Im vierten Quartal 2004 berücksichtigte die Bank Aufwendungen in Höhe von circa 0,6 Milliarden Euro vor Steuern für die organisatorische Weiterentwicklung und andere Effizienzmaßnahmen“, teilte die Bank am Freitag überraschend mit. Rund 0,5 Milliarden Euro davon seien Abfindungen und andere Personalkosten, der Rest entfalle auf ungenutzte Bürofläche.

Die Aktien der Deutschen Bank gaben in Reaktion auf die Nachricht nur kurzzeitig einen Teil ihrer Kursgewinne ab, notierten dann aber wieder als stärkster Wert im Dax mit rund zwei Prozent im Plus bei 66,40 Euro. „Die Belastungen sind weitgehend Vergangenheitsbewältigung. Das wird für das vierte Quartal gebucht und das war es. Es gibt keinen strukturellen Probleme dabei und wohl auch keine bleibenden Schäden für 2005“, sagte ein Händler. Analysten sehen das ähnlich und sprachen von einem erwarteten Schritt, um unbelastet in das neue Jahr starten zu können und endlich 25 Prozent Eigenkapitalrendite vor Steuern zu schaffen.

Bei der Vorlage der Neun-Monatszahlen Ende Oktober hatte Finanzvorstand Clemens Börsig noch gesagt, er könne Restrukturierungskosten nicht ausschließen, es sei aber nichts Dramatisches zu erwarten.

Nach neun Monaten war Deutschlands größtes Kreditinstitut auf einen Netto-Gewinn von 2,27 Milliarden Euro gekommen. Die Eigenkapitalrendite sank auf 20 Prozent von 21 Prozent nach dem ersten Halbjahr.

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