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29.06.2011

01:09 Uhr

Medienbericht

Bank of America vor gigantischem Milliardenvergleich

Dieser Vergleich könnte für die Bank of America historische Ausmaße annehmen. Die Großbank wird vielleicht 8,5 Milliarden Dollar an Investoren zahlen, die in der Immobilienkrise Geld mit dem Institut verloren haben.

Das Firmenzeichen der US-Großbank Bank of America an einer Filiale in Los Angeles. Quelle: Reuters

Das Firmenzeichen der US-Großbank Bank of America an einer Filiale in Los Angeles.

New YorkDiese Summe ist selbst für eine US-Großbank kein Pappenstiel: Die Bank of America steht nach Informationen des „Wall Street Journal“ kurz davor, insgesamt 8,5 Milliarden Dollar (5,9 Mrd. Euro) an eine Gruppe von Investoren zu zahlen, die in der Finanzkrise mit Hypothekenpapieren jede Menge Geld verloren haben.

Die Zeitung berief sich am späten Dienstag (Ortszeit) auf eine eingeweihte Person. Nach deren Worten muss der Verwaltungsrat dem Vergleich noch zustimmen. Das oberste Gremium der Bank treffe sich am Donnerstag zu einer Beratung, hieß es. Die Bank of America selbst äußerte sich zunächst nicht.

Es wäre der größte Vergleich, den jemals ein Kreditinstitut geschlossen hätte, und würde die ohnehin eher mageren Gewinne der Bank of America auffressen. Das Haus ist einer der Verlierer der Finanz- und Wirtschaftskrise und litt bis zuletzt unter faulen Krediten aus den Zeiten des Immobilienbooms in den USA.

Die Bank of America gehört zu den bedeutendsten Kreditgebern des Landes. Mitten in der Krise hatte die Bank auch noch den wichtigen Immobilienfinanzierer Countrywide übernommen, als dieser schwächelte. Der Zukauf erweist sich im Nachhinein immer mehr als ein Fehlgriff. Countrywide hatte einen Teil seiner Kredite zu Wertpapieren gebündelt und weiterverkauft. Eine Gruppe von 22 hochkarätigen Investoren fühlt sich nach Angaben des „Wall Street Journal“ jedoch von Countrywide übers Ohr gehauen; so seien die Kreditnehmer weniger zuverlässig als versprochen. Unter den Investoren seien die Federal Reserve Bank of New York, der Vermögensverwalter Blackrock und der Versicherer MetLife.

Von

dpa

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